Bergpark Wilhelmshöhe und Hohes Gras

Wintersport in Kassel: „Das ist wie ein Kurzurlaub“

Rodelpause vor herrlicher Kulisse: Roland Weißing (von links), Thomas Nickisch, Amy Visser (8 , Laura Bender (9 ) und Talia Bender (7) sausten den Hügel am Schloss Wilhelmshöhe hinunter. Fotos: Pia Malmus

Kassel. An Tauwetter und gefrierenden Regen mochte am Samstag noch niemand denken. Da machte der Winter in Kassel einfach nur Spaß. Am Lac zum Beispiel, wo bei der Kälte ein Glühwein oder Tee besonders gut schmeckte.

„Das ist doch wie ein Kurzurlaub in den Bergen“, freute sich Particia Huck, die zusammen mit ihren Freundinnen Monika Heinzel und Christine Janson eine Rast am Stehtisch einlegte.

Wenige Meter weiter fegten die Rodler mit teilweise halsbrecherischem Tempo den Schlossberg hinunter. Die Stürze gingen bislang meist glimpflich ab. In der Vorwoche habe sich aber ein Schlittenfahrer so sehr wehgetan, dass der Krankenwagen kommen musste, berichtet Christel Rudolph. Sie verkauft mit ihrem Team Bratwurst und Glühwein. Nebenan gibt es leckere Crêpes. „So lange das Wetter halbwegs mitspielt, sind wir auch wochentags hier“, sagt Christel Rudolph. Sollte es allerdings regnen, dann lohnt es sich nicht.

Auf dem nicht ganz so steilen Hang unterhalb vom Lac rodeln die jüngeren Kinder mit ihren Eltern. Die achtjährige Sophia darf auf dem ungewöhnlichen Schneemobil der Marke Eigenbau von Oleg Herle mitfahren. Zwei ausrangierte Abfahrtski als Kufen und ein gekürzter Langlaufski unter dem Lenker, dazu eine verschweißte Metallkonstruktion mit Sitzpolster - und schon geht es ab.

Aufmunterung am Lift

Auch weiter oben auf dem Hohen Gras war einiges los. Der Einbruch in seine Skihütte ärgert Liftbetreiber Eduard Bröffel zwar immer noch. Doch unterkriegen lässt er sich nicht. Am Wochenende gab es viele aufmunternde Worte der Skifahrer. Wie lange die Piste noch halten wird, konnte am Wochenende noch niemand sagen. Das hängt ganz davon ab, ob es wirklich so schnell so viel wärmer wird wie angekündigt. Angeblich soll das Thermometer in Kassel bis zum Mittwoch auf zehn Grad plus klettern.

Dann würden sich auch die Bedingungen für die Langläufer drastisch verschlechtern. Die genossen am Wochenende die knackigen Minusgrade und die gut präparierten Loipen. Einen Wunsch an die Spaziergänger habe er, gab uns Langläufer Gerhard Schmauß mit auf den Weg. „Bitte nicht zu Fuß in der Loipe laufen, das macht sie kaputt.“

Von Thomas Siemon

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