Interview: Anke Pidun hat das neue Projekt „Medien machen Schule“ entwickelt – Anmelden bis 31. Januar

„Wir versprechen ein Erlebnis“

Anke Pidun Archivfoto: nh

Kassel. Das langjährige Projekt „Medien machen Schule“ geht in eine neue Runde, allerdings in anderer Form. Bislang haben Schüler weiterführender Schulen redaktionelle Beiträge recherchiert und produziert, die dann entweder in der HNA gedruckt, von HNA-Online veröffentlicht oder vom Offenen Kanal sowie dem Freien Radio ausgestrahlt wurden. Die Kooperationen bleiben bestehen. Was sich ändert, ist das Alter der Nachwuchsjournalisten.

Vom 7. März bis 15. April lesen jetzt Viertklässler im Unterricht die Zeitung, lernen Zeitungsmacher kennen, schreiben Artikel und können Radio- und Fernsehbeiträge produzieren. „Medien machen Schule“ ist ein Gemeinschaftsprojekt der HNA und der hessischen Landesmedienanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien in Kassel. Wir haben die verantwortliche Projektmanagerin, Anke Pidun, zum neuen „Medien machen Schule“ befragt.

Was ist jetzt anders?

Anke Pidun: Zunächst ist die Zielgruppe eine andere: Wir wollen vierte Klassen in den Grundschulen erreichen. Kinder sind ja von klein auf mit Medien konfrontiert. Sie müssen daher frühzeitig lernen, mit Medien kompetent umzugehen. Die Begeisterungsfähigkeit der Kinder in diesem Alter wird zudem „Medien machen Schule“ noch einmal ganz neuen Schwung verleihen.

Wie könnte denn eine redaktionelle Mitarbeit von Grundschülern aussehen?

Pidun: Die recherchieren schon eigene Texte, wie die Großen es beim Vorläufer-Projekt auch getan haben. In der Regel befassen sie sich mit Themen aus der Nachbarschaft, aus dem Schulumfeld. Erwachsene sind oft überrascht, welche Fragen Kinder stellen. Kinder sind oft unbefangener. Deshalb sind Kindertexte nicht selten erfrischend und eine Bereicherung. Sie nehmen eine andere Perspektive ein. Wir erwarten ja keine Profitexte.

Wie kann das Projekt im Unterricht eingebaut werden?

Pidun: Es geht bei dem Projekt ja um Lese- und Schreibförderung. Das passt gut in den Deutschunterricht. Das Projekt lässt sich aber auch gut in den Sachunterricht integrieren. Wir haben die aktuellen Bildungsstandards wie eigenständiges Arbeiten und Teamarbeit berücksichtigt. Die Lehrer legen den Zeitaufwand fest. Wir machen nur Angebote.

Gibt es schon Reaktionen? Was erwarten sich Lehrer und Schüler?

Pidun: Viele Lehrer und Schulleiter sind von dem Projektangebot begeistert, auch vom Unterrichtsmaterial und den -vorschlägen.

Die Schüler können ganz neue Erfahrungen machen und bekommen Einblicke in die Arbeitswelt. Wir haben ja eine große Vielfalt im Angebot, da die Schüler im Bereich Zeitung, Radio oder Fernsehen arbeiten können.

Was geben Sie den teilnehmenden Schülern und ihren Lehrern mit auf den Weg?

Pidun: Anmelden, mitmachen. Es lohnt sich und ist eine einmalige Chance. Wir versprechen ein unvergessliches Erlebnis für die Schüler.

Informationen: info@mct-dortmund.de oder Tel. 0231 / 55 76 00-0. Anmeldeschluss ist der 31. Januar.

Von Christina Hein

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