Sandra Vogt ist Einstellungsberaterin in Fuldatal – Fünf Dienststellen im gesamten Bundesgebiet

Sie wirbt für Beruf des Bundespolizisten

Kümmert sich um Polizeinachwuchs: Sandra Vogt mit einer Werbewand der Bundespolizei. Foto: Schräer

Fuldatal. Die Arbeit als Bundespolizist kann einer Gratwanderung gleichkommen. „Man darf sich nicht provozieren lassen“, sagt Sandra Vogt. Selbst wenn man angepöbelt, mit Zigaretten beworfen oder mit Bier begossen wird, wie es ihr früher im Dienst passiert ist.

„Wenn es hart auf hart kommt, muss man seinen Mann oder seine Frau stehen.“ Aber auch dann gehe es darum zu „deeskalieren“. Dies sagt die 36-Jährige allen jungen Menschen, die vor einer Berufswahl stehen und sich über die Bundespolizei informieren. Sandra Vogt ist Einstellungsberaterin, Personalgewinnung Fuldatal heißt ihre Dienststelle auf dem Gelände der Bundespolizei in Ihringshausen, die der Bundespolizeiakademie Lübeck unterstellt ist.

Zur Bundespolizei kam sie 1994 durch eine Stellenanzeige in der HNA. Einsatzabteilung Hünfeld, IC-Bahnhof Kassel, Flughafen Frankfurt waren Stationen, ehe sich die gebürtige Immenhäuserin auf den jetzigen Posten bewarb. Im Auswahlverfahren wurde darauf geachtet, „ob man den Beruf ansprechend präsentieren kann und auch dahintersteht“, sagt sie.

Seit 2004 macht sie auf Messen, in Job-Centern und Schulen auf die Bundespolizei aufmerksam. Klärt über Voraussetzungen auf: Größe ab 1,63 m (Frauen), ab 1,65 m (Männer), körperlich gesund, gutes Seh- und Hörvermögen, keine Tätowierungen oder Piercings im sichtbaren Bereich, keine Vorstrafen, kein Ermittlungsverfahren.

Bewerber müssten Selbstbewusstsein haben „und sich durchsetzen können. Schläger und Rowdys wollen wir nicht“, sagt die Beraterin.

Passe es soweit, gebe es ein Auswahlverfahren. Mit jenen, die dieses bestehen, wird laut Vogt bundesweit eine Rangfolge erstellt. Unterm Strich bliebe von zehn Bewerbern „auch durch die Kriterien der Vorauswahl“ einer über, der bei der Bundespolizei eingestellt werde. STICHWORT

In der nächsten Folge stellen wir die Arbeit der Bundesbereitschaftspolizei vor.

Von Michael Schräer

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