Hochschulwahlen ab Dienstag – Asta hofft auf hohe Beteiligung der Studenten

Ein Wal wirbt für die Wahl

Wal wirbt für Wahl: Asta-Öffentlichkeitsreferent Martin Graf verteilt die Plakate zu den Hochschulwahlen auf dem Campus. Werbefigur ist der Namensvetter aus dem Meer. Foto: Ludwig

Kassel. Ausnahmsweise nur ankreuzen, statt seitenweise Hausarbeiten schreiben: Mit den Hochschulwahlen sind vom 24. bis 26. Januar 21 500 Studenten aufgerufen, ihre Stimme abzugeben. Entschieden wird unter anderem über die 29 Sitze im Studierendenparlament, um die sich 131 Kandidaten von sechs Listen bewerben.

Der Allgemeine Studierendenausschuss (Asta), der bislang von der Juso- und der Grünen-Hochschulgruppe getragen wird, wirbt für eine hohe Wahlbeteiligung. Für die Kampagne zur Wahl schickt der Asta den Namensvetter aus dem Meer als Werbefigur ins Rennen.

Neben dem Studierendenparlament werden die studentischen Vertreter in den Fachschaftsräten, dem Senat und dem Fachbereichs- und Kunsthochschulrat gewählt. Für die Besetzung des Kunsthochschulrates sind dieses Jahr auch die Professoren und Uni-Mitarbeiter an die Urnen gerufen. Während die Studenten jedes Jahr über ihre Vertreter in den Gremien entscheiden, stimmt das Personal nur alle zwei Jahre ab.

Keine Hürde mehr

Zum ersten Mal gibt es dieses Jahr keine 25-Prozent-Hürde mehr bei der Wahlbeteiligung. Bei deren Nichterfüllen drohte in den Vorjahren das Land, die finanziellen Mittel für den Asta zu kürzen. Diese Hürde wurde inzwischen außer Kraft gesetzt. Dennoch hofft Asta-Vorsitzender Sebastian Weise-Kusche, dass viele Studenten ihr Stimmrecht wahrnehmen. „Wer nicht zur Wahl geht, kann nicht darüber mitbestimmen, welche Angebote die studentische Selbstverwaltung schafft“, sagt Weise-Kusche. Asta-Öffentlichkeitsreferent Martin Graf ergänzt: „Wenn viele zur Wahl gehen, stärkt das die Position des Asta gegenüber der Uni-Leitung.“ Ein entsprechend legitimierter Asta könne leichter Forderungen durchsetzen.

Bei den vergangenen Hochschulwahlen vor einem Jahr lag die Beteiligung bei den Studenten bei 26 Prozent. Weise-Kusche glaubt, dass trotz der weggefallenen Hürde eine ähnliche Beteiligung erreicht werden kann. Sorgen macht ihm aber, dass unmittelbar auf dem Campus Holländischer Platz nur ein Wahllokal (Kurt-Wolters-Straße 3, Foyer vor Hörsaal 0117) vom Wahlamt eingerichtet wird.

Ein zweiter Standort, den es in den vergangenen Jahren in einem Nebenraum der Mensa gegeben habe, falle dieses Jahr wegen der dortigen Bauarbeiten weg. Einen Alternativstandort habe das Wahlamt nicht finden können. „Es wird lange Schlangen vor den Wahllokalen geben. Davon wird sich mancher abschrecken lassen“, sagt Weise-Kusche.

Das Wahl-Maskottchen wird den Studenten nicht nur auf Plakaten über den Weg schwimmen, sondern auch in den Hörsälen von der Decke baumeln.

Von Bastian Ludwig

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