Die Fassade des Stadtmuseums nimmt in den nächsten Wochen Gestalt an

Bau wird herausgeputzt

Komplett eingerüstet: Die Arbeiten an der Außenfassade haben begonnen. Die verputzte Fassade des Altbaus soll einen gräulichen Sandton erhalten, der sich harmonisch in das Ensemble mit Ständehaus und ehemaliger Bundesbank fügt. Im oberen Teil des neuen „Geschichsturms“ ist die künftige verglaste Stadtloggia zu erkennen. Fotos:  Heise-Thonicke

Kassel. Hinter den Baugerüsten lässt sich schon erahnen, dass die Fassade des Stadtmuseums langsam Gestalt annimmt. Ab der nächsten Woche werden am Altbau die geschlossenen Fenster zugemauert. Und auch die Putzer und Maler haben mit ihrer Arbeit begonnen.

Eine Testfläche haben die Maurer schon fertiggestellt. Ganz so soll es am Ende doch nicht aussehen, erläutert Axel Jäger, Leiter des Hochbauamtes. Angelehnt an den historischen Zustand – das Stadtmuseum war ursprünglich ein Klinkerbau, der erst beim Wiederaufbau nach dem Zweiten Weltkrieg verputzt wurde – sollen die Klinker unregelmäßiger gesetzt werden. Auch werde sich nach der Austrocknung die Farbe der Klinker noch ändern, würden die Wasserränder verschwinden.

Der angebaute neue „Geschichtsturm“ wird ebenfalls mit diesen Klinkern verkleidet – unterbrochen von Putzleisten, die die Gesimse des Altbaus aufnehmen. Wenn das Wetter weiterhin einigermaßen stabil bleibt, könnte die Museumsfassade Ende Juli fertig sein, sagt Jäger: „Dann wird abgerüstet und es sieht nicht mehr so nach Baustelle aus.“

Derzeit läuft die Baustelle aber gerade auf Hochtouren: In den Schächten an der Turmaußenseite werden haustechnische Leitungen verlegt. Und auch im Inneren sind Installateure, Heizungsbauer, Klimatechniker und Fachleute für Sanitär und Lüftung fleißig am Werk.

Auch die Innenräume nehmen immer mehr Gestalt an: Die Trockenbauer installieren Innenwände und abgehängte Decken. Außerdem werden Mauerschalen vor die alten Wände gesetzt.

Bis Ende Mai wird außerdem die Fensterfassade der sogenannten Stadtloggia eingebaut. Dieses große Fenster im oberen Stockwerk des Anbaus ermöglicht einen Blick vom Geschichtsturm auf die moderne Stadt. Bis Ende des Jahres, so Jäger, werden die Arbeiten an dem Gebäude, das einmal eine Ausstellungsfläche von 1920 Quadratmetern bieten wird, abgeschlossen sein. Danach werde die Ausstellungseinrichtung eingebaut, was noch einmal mehrere Monate dauern werde. „Ich bin zuversichtlich, dass es ein schönes Museum wird“, sagt Jäger.

Auch nach den vielen Schwierigkeiten seit dem Baustart im März 2012 wegen der vorgefundenen alten Bausubstanz und dem Ärger mit den Architekten aus Berlin laufe es jetzt auf der Baustelle und mit dem Kasseler Architektenbüro Sprengwerk gut.

So sei er auch zuversichtlich, dass man mit dem mehrfach aufgestockten Budget von 11,9 Millionen Euro – ursprünglich waren einmal 7,5 Millionen Euro angesetzt und sollte das Museum zum Stadtjubiläum 2013 eröffnet werden – auskommen werde. So habe man an vielen Stellen noch einmal kräftig eingespart. Und: Es komme nichts hinein, was ein Museum nicht unbedingt haben muss.

Von Martina Heise-Thonicke

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