Pollen können fliegen

Super-Wetter-Wochenende lockt mit zweistelligen Temperaturen und viel Sonne

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In den nächsten Tagen lohnen sich Spaziergänge: Es soll wärmer und sonnig werden.

Der Frühling klopft an: Hoch Dorit beschert uns auch am Wochenende viel Sonnenschein. Dabei wird es von Tag zu Tag etwas wärmer - besonders im Westen fühlt sich die Luft schon wie im Frühling an.

Dieser Artikel wurde aktualisiert am 15. Februar um 18.11 Uhr - Zwei Wochen vor dem eigentlichen Frühlingsanfang kündigt sich der Frühling überall in Nordhessen und Südniedersachsen an. Es bleibt wie schon am Freitag sonnig und trocken, teilte der Deutsche Wetterdienst (DWD) mit. 

Wie wird das Wetter in den nächsten Tagen?

Seit Donnerstag liegen die Höchsttemperaturen im zweistelligen Bereich und die Sonne hat sich verbreitet durchgesetzt. Tagsüber gab es Temperaturen zwischen acht und zehn Grad, nachts blieb es mit Temperaturen um den Gefrierpunkt allerdings kalt. Das liegt auch dran, dass die Nächte laut DWD meist klar bleiben.

Auch das Wochenende wird der Vorhersage zufolge sonnig, mit milden Temperaturen zwischen neun und 14 Grad. Besonders schön: Dabei soll es acht Stunden Sonne am Tag geben, teilte der DWD mit. In den meist klaren Nächten bleibt es allerdings auch dann weiter empfindlich kalt mit Temperaturen um null Grad und teilweise Bodenfrost. 

Grund für das tolle Frühlingswetter ist das Hochdruckgebiet Dorit, das derzeit über Mitteleuropa zieht. „Dadurch strömt sehr milde Luft heran“, erklärt Diplom-Meterologe Florian Bilgeri vom Deutschen Wetterdienst. „Bis Mittwoch kommender Woche bleiben die Temperaturen vermutlich stabil.“ 

Dass es Mitte Februar schon so warm ist, sei eine Besonderheit. Meistens werde das Wetter erst Ende des Monats milder. Im März sei jedoch auch ein erneuter Kälteeinbruch möglich. Der Experte rät deshalb: „So ganz können wir uns noch nicht auf Frühling einstellen.“

Erstmal gibt es aber bestes Wetter am Wochenende - sodass Eisdielen und Biergärten auf zahlreiche Gäste hoffen.

Wer einen Ausflug plant in den nächsten Tagen, wird am Rhein und am Nordrand der Mittelgebirge sogar mit noch wärmeren Temperaturen verwöhnt: Dort sind örtlich auch 17 Grad oder 18 Grad möglich.

Hier erfahren Sie, wie das Wetter bei Ihnen Zuhause wird.

Erste Frühblüher zu sehen

In der Natur machen sich die milden Temperaturen bereits bemerkbar. In Parks und Gärten zeigen sich die ersten Frühblüher. Hornveilchen, Stiefmütterchen, Schneeglöckchen und Winterlinge sind einige der frühen Sorten. Laut Johanna Hinterlang von der Kasseler Gärtnerei Uffelmann eignen sich die aktuellen Temperaturen bereits gut, um verschiedene Zwiebelblumen wie Krokusse und Traubenhyazinthen zu pflanzen.

Als Nächstes folgten dann die Narzissen. Für die Blumen sei das warme Wetter nicht zu früh, sagt Hinterlang. Auch Temperaturschwankungen mit Minusgraden in der Nacht könnten die Pflanzen gut verkraften.

Schlechte Nachrichten für Pollenallergiker

Für Wintersportfans bedeuteten die wärmeren Temperaturen schon in der vergangenen Woche Tauwetter - am vergangenen Wochenende bis in Höhen von 1800 bis 2000 Meter. Und auch Pollenallergiker dürften sich nicht nur freuen: Laut DWD sind erste Pollen auf dem Vormarsch, da langsam Bäume und Sträucher beginnen zu blühen.

Die Pollen von Hasel und Erle sind in der Regel die ersten, die bei entsprechenden Witterungsverhältnissen fliegen (hier geht's zum Pollenflugkalendar der Stiftung Deutscher Polleninformationsdienst). So können beide Pollenarten bereits ab Mitte Dezember in der Luft vorkommen, im Laufe des Februars beginnt die Vorblüte, meldet der DWD. Die Hauptblüte sei von Ende Februar beziehungsweise Anfang März bis Mitte März zu erwarten. Noch bis Mitte Mai beziehungsweise Ende Juni fliegen dann letzte Hasel- beziehungsweis Erlenpollen.

In dieser Saison wurde laut DWD in einigen Teilen Deutschlands bereits in der milden Phase Ende Dezember/Anfang Januar ein erster schwacher Flug von Hasel- und Erlenpollen registriert. In Niedersachsen erreichte der Haselpollenflug Mitte Januar sogar vereinzelt schon ein mäßiges Niveau. Der Deutsche Wetterdienst bietet für Pollenallergiker eine kostenlose Pollenflug-App für die Vorhersage der acht allergologisch relevanten Blütenpollen.

Sturm durch Jetstream

In den nächsten Tagen soll der Wind nur schwach wehen - aus unterschiedlichen Richtungen, meldet WetterOnline. Anders sah das noch in der vergangenen Woche und am Wochenende aus. Warum dies so war, lesen Sie in unserer Wetterinfo vom 6. Februar: 

Am Wochenende sind laut WetterOnline sogar schwere Orkanböen nicht ausgeschlossen. „Hinsichtlich der Stärke, der Zeit und des Ortes verändern sich die Wettermodelle bei solch dynamischen Sturmtiefs in der Regel noch einige Tage vorher, aber nach dem Szenario eines europäischen Wettermodells zieht am Sonntag ein Orkantief über die Nordsee", erklärt Matthias Habel, Pressesprecher und Meteorologe bei WetterOnline. 

Sicher sei, dass es insgesamt sehr windig werde. Denn seit langem treffe Deutschland wieder ein ausgeprägter Abschnitt des Jetstreams. Der Jetstream ist laut WetterOnline ein Starkwindband in mehreren Kilometern Höhe. Dieses gleicht die großen Temperatur- und Druckunterschiede zwischen den polaren und subtropischen Breiten aus. Am Wochenende verläuft er markant ausgeprägt genau über Deutschland, so Habel. Direkt im Starkwindband des Jetstreams würden Windgeschwindigkeiten von über 500 Kilometer pro Stunde erreicht. Außerhalb des eigentlichen Windbandes nehme die Geschwindigkeit sehr schnell ab. Dennoch könne der Jetstream in der Höhe am Boden zu schweren Sturmtiefs führen.

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