Veranstalter will Anbindung der Regiotram

Wirtschaft boomt: Kassel als Messestandort immer beliebter

Kassel. Messen und Tagungen sind ein wichtiger Wirtschaftsfaktor geworden. Kassel profitiert dabei von seiner zentralen Lage. Die gerade eröffnete Frühjahrsaustellung ist ein Beleg dafür. Veranstalter Ralf Umbach rechnet mit mindestens 110 000 Besuchern.

Bereits am ersten Wochenende waren alle Parkplätze belegt. „Wir könnten noch mehr Besucher haben, wenn es einen Gleisanschluss gäbe“, sagt Umbach. Er setzt sich für eine Verlängerung der Regiotram vom Auestadion über die Damaschkebrücke ein und ist auch bereit, sich an den Kosten für eine Haltestelle zu beteiligen. Neben den Messehallen ist das Kongress Palais Stadthalle der wichtigste Veranstaltungsort. Auch hier spürt man den konjunkturellen Aufschwung.

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„Bei den großen Kongressen sind wir schon an unsere Grenzen gestoßen“, sagt Angelika Hüppe, die kaufmännische Leiterin von Kassel Marketing. Deshalb werde die Stadthalle bis zum Sommer um fast 2000 Quadratmeter erweitert (Kosten: 5,9 Millionen Euro). Für die Gesundheitstage (2500 Besucher pro Tag) oder das Manga-Treffen Connichi mit 5000 Besuchern an jedem der drei Tage reichte die Fläche nicht mehr aus. Messen, Tagungen und Kongresse sorgen für steigende Übernachtungszahlen. „Wir haben 450 Aussteller, die Hotels rund um die Messehallen sind ausgebucht“, sagt Ralf Umbach.

Frühjahrsausstellung in Kassel lockt Besucher

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Er hofft, dass das Hotel Reiss wie gepant saniert wird. „Der Bedarf ist da“, sagt er. Jeder Tagungsbesucher gibt laut Kassel Marketing pro Tag 77 Euro in Kassel aus. In diesem Jahr werden 30 000 erwartet, Tendenz steigend. Ende August muss der Ausbau der Stadthalle abgeschlossen sein. Dann ist Kassel Gastgeber für den Welt-Solar-Kongress. Der fand zuvor in Orlando (USA), Peking (China) und Johannesburg (Südafrika) statt. Allein zur Auftaktveranstaltungen haben sich 1000 internationale Gäste angemeldet.

Von Thomas Siemon

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