Wirtschaftsminister Al-Wazir: Landesregierung steht K+S zur Seite

Tarek Al-Wazir

Im Übernahmepoker um den Kasseler Kaliproduzenten K+S hat Hessens Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir (Grüne) dem Unternehmen Unterstützung durch die Landesregierung zugesichert.

„Wir werden uns weiterhin dafür einsetzen, dass K+S in unserem Bundesland eine erfolgreiche Zukunft hat und stehen K+S zur Seite, damit zukunftsfähige Arbeitsplätze und regionale Wertschöpfung nicht verlorengehen“, sagte der Minister bei einem Gespräch mit Personalvorstand Thomas Nöcker und Betriebsratschef Udo Stumpf in Kassel.

Auch im Hinblick auf die Reduzierung der Umweltbelastung durch die Kaliproduktion sei der Fortbestand von K+S wichtig. Al-Wazir: „Mit einem kanadischen Konzern würden solche Verhandlungen sicherlich deutlich erschwert.“

K+S habe den Übernahmevorschlag der Potash Corporation nicht zuletzt auch deshalb abgelehnt, weil man fürchte, dass die Interessen der weltweit 14.000 Mitarbeiter und der Regionen, in denen K+S tätig sei, von den Kanadiern nicht angemessen berücksichtigt würden, sagte Personalvorstand Nöcker.

Wie berichtet, hatte Potash K+S vorletzte Woche ein Übernahmeangebot unterbreitet und erklärt, pro Aktie 41 Euro zahlen zu wollen. Gespräche mit Potash lehnen die Kasseler ab. Gleichzeitig fürchtet man in der Konzernzentrale eine feindliche Übernahme durch den Düngemittelhersteller.

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