Karlshospital: Neuer Pächter will rustikale Gaststätte mit regionaler Küche schaffen

Karlshospital hat neuen Pächter

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Karlheinz Bäuscher aus Fulda will das Karlshospital zu einem Wirtshaus im alten Stil machen.

Kassel. Rustikales Ambiente, regionale Küche und flotter Service: Die Fuldaer PKSB Dienstleistungs GmbH will nach dem Rückzug des bisherigen Pächters im Karlshospital an der Fulda einen gastronomischen Neuanfang wagen.

Hier: Alles Wissenswerte zum Karlshospital im Regiowiki

Geschäftsführer und Gesellschafter Karlheinz Bäuscher und Prokuristin Kerstin Grossmann, die das „Kasseler Wirtshaus“ in dem denkmalgeschützten Barockbau leiten wird, setzen auf Gemütlichkeit in historischen Mauern.

„Die Lage ist absolut top“, sagt Bäuscher, der 25 Jahre Erfahrung im Catering- und Gastronomiegeschäft mitbringt. Sein Unternehmen hat unter anderem Gastronomiekonzepte für einen Freizeitpark in Saarbrücken und das Deutsche Museum in München umgesetzt. Nun will er beweisen, dass er auch in Kassel richtig liegt. Der Standort an der Fulda, die Nähe zur Innenstadt, Historie und Architektur des Gebäudes hätten ihn überzeugt, sagt der 61-Jährige.

Der Unternehmer hat bei der Planung nichts dem Zufall überlassen und für das Karlshospital eine eigene Betriebsgesellschaft gegründet. Eine Beraterfirma aus Süddeutschland hat nach Angaben von Gotthard Fels, Eigentümer des Karlshospitals, im Vorfeld den Gastronomiestandort Kassel untersucht - Grundlage für das neue Konzept. „Ich bin froh, dass es weitergeht“, sagt Fels, der das Karlshospital vom Land als Ruine erworben und für 5,2 Millionen Euro saniert und ausgebaut hat. Der bisherige Pächter hatte knapp zwei Jahre nach Eröffnung im Sommer 2011 das Handtuch geworfen. Grund waren laut Fels wirtschaftliche Probleme.

Nun werden die Gasträume komplett neu gestaltet und zum Teil Podeste eingebaut. Viel Holz und rustikales Mobiliar, eine Schauküche samt Spanferkelgrill mit Haxenbraterei gehören ebenso zum Konzept wie ein Konferenzservice für Firmen, Live-Übertragungen von Sportereignissen, Theater- und Musikveranstaltungen im Gewölbekeller. Serviert wird gutbürgerliche Küche wie Reibekuchen, Rumpsteak und Rinderroulade, aber auch Vitello Tonnato und Mascarponecreme. Es gibt auch ein Mittagsmenü. Zum Angebot zählen zudem selbst gebackenes Brot und Hausmacherwurst, Kuchen und Eis.

Rund 20 Mitarbeiter in Voll- und Teilzeit sollen für einen reibungslosen Service sorgen und entsprechend geschult werden. Das „Kasseler Wirtshaus“ wird mit den beiden Terrassen vor und hinter dem Karlshospital 350 Sitzplätze bieten. 400 000 Euro wird die neue Ausstattung laut Bäuscher kosten. Die Terrasse über der Fulda soll ebenfalls an das neue Konzept angepasst und mit Holz verkleidet werden.

Eröffnet wird das Wirtshaus im Karlshospital am Donnerstag, 16. Februar. Es wird täglich außer montags geöffnet sein.

Von Ellen Schwaab

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