Kritik von CDU

Aufsichtsrat verlängert Vertrag: Witte bis Ende 2016 KVG-Vorstand

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Norbert Witte

Kassel. Norbert Witte bleibt bis Ende 2016 Vorstand der Kasseler Verkehrsgesellschaft (KVG). Ursprünglich wäre sein Vertrag im Sommer 2015 ausgelaufen. Der Aufsichtsrat hat den Vertrag nun verlängert, teilte die Kasseler Verkehrs- und Versorgungs-GmbH (KVV) als Mutterkonzern mit.

In der kommenden Woche entscheidet der KVV-Aufsichtsrat, ob Wittes Vertrag auch als KVV-Geschäftsführer verlängert wird. Innerhalb der rot-grünen Rathaus-Koalition gibt es darüber unterschiedliche Vorstellungen. Während Oberbürgermeister und Aufsichtsratschef Bertram Hilgen (SPD) davon ausgeht, dass die Verlängerung durchgeht, werben die Grünen dafür, dass KVG-Vorstand Dr. Thorsten Ebert in die KVV-Geschäftsführung rückt.

Ebenfalls verlängert wurden die Verträge von Stefan Welsch als Vorstand Markt der Städtischen Werke sowie von Andreas Kreher und Eike Weldner als Geschäftsführer der Städtische Werke Netz + Service GmbH (alle bis Mitte 2020). Neue Geschäftsführerin der Städtische Werke Energie + Wärme GmbH wird Dr. Gudrun Stieglitz. Sie ersetzt Karl-Heinz Schreyer, der Geschäftsführer der Müllheizkraftwerk Kassel GmbH bleiben soll.

Hilgen sieht die KVV gut gerüstet. „An der Spitze der großen Unternehmen des Kasseler Stadtkonzerns stehen Persönlichkeiten mit großer Erfahrung“, sagte Hilgen. Bewusst hätten sich die Aufsichtsräte für die Weiterführung von deren guten Arbeit entschieden.

Unterdessen kritisiert die CDU-Stadtverordnetenfraktion „parteipolitische Machtspiele“ um die Nachfolge von Andreas Helbig. Der Vorsitzende der KVV-Geschäftsführung geht Ende 2015 in den Ruhestand. Es solle derjenige eine Chance bekommen, der fachlich am qualifiziertesten ist, sagte Fraktionschef Dr. Norbert Wett. „Der Beste ist für Kassel gerade gut genug.“ Bei der Bedeutung des KVV-Konzerns müsse für die Besetzung der Stelle nachgewiesene wirtschaftliche Kompetenz eine herausragende Rolle spielen. (clm)

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