Glücksorte: Autorin stellt Sehenswürdigkeiten, besondere Einrichtungen und Geschäfte vor

Kasseler Gästeführerin stellt in neuem Buch 80 besondere Orte in der Stadt vor

Hier findet Sie ihr persönliches Glück: Die Kasseler Autorin und Gästeführerin Claudia Panetta-Möller im Laubengang an der Löwenburg.
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Hier findet Sie ihr persönliches Glück: Die Kasseler Autorin und Gästeführerin Claudia Panetta-Möller im Laubengang an der Löwenburg.

Kassel – Der Gästeführerin Claudia Panetta-Möller erging es ein wenig wie Herrn Rossi, der in der gleichnamigen Zeichentrickserie das Glück suchte. Nachdem die Kasselerin vom Düsseldorfer Droste Verlag gefragt wurde, ob sie für ein neues Buch 80 Glücksorte in Kassel vorstellen wollte, machte sie sich auf die Suche. Wir sprachen mit der Vorsitzenden des Vereins der Gäste- und Museumsführer in Kassel über das neu erschienene Buch.

Wie entstand die Idee, Glücksorte vorzustellen?

Die Idee stammt leider nicht von mir. Die Buchreihe gibt es für viele deutsche und europäische Städte. Der Droste Verlag hatte mich als Autorin angefragt. Als ich hörte, dass ich 80 Glücksorte vorstellen sollte, habe ich aber erst mal geschluckt. Anfangs glaubte ich, dass es schwer werden würde, so viele zusammenzubekommen. Am Ende musste ich aussortieren.

Wie haben Sie die Orte letztlich ausgewählt?

Zum einen wollte ich kein Buch schreiben, das sich allein auf die Stadtgrenzen beschränkt. Kassel und die Region gehören für mich zusammen. Und zum anderen sollte es kein Buch werden, das nur meine persönlichen Lieblingsplätze und die meiner Generation vereint. Also habe ich zunächst viel Zeit damit verbracht, um mit Freunden, Verwandten und Bekannten über deren Glücksorte zu sprechen. Gerade die Jugendlichen haben ganz andere Plätze, an denen sie sich gerne aufhalten.

Was sind das für Orte, die Sie ausgewählt haben?

Zum einen sind es natürlich die touristischen Ziele wie die Wasserspiele, aber auch eindrucksvolle Schauplätze in der Natur wie das Untere Firnsbachtal. Gerade die Jüngeren zählen aber offenbar vor allem auch gastronomische Angebote zu ihren Glücksorten. So zählen beispielsweise auch ein Burger- und ein Waffelladen zur Auswahl. Wobei ich klarstellen möchte, dass keines der erwähnten Geschäfte in dem Buch irgendetwas dafür gezahlt hätte.

Gab es denn ansonsten irgendwelche Vorgaben?

Die Orte sollten möglichst nicht direkt nebeneinanderliegen. Anfangs hatte ich die Idee, alle Stadtteile zu berücksichtigen, doch ich musste feststellen, dass einige Stadtteile – wie etwa der Fasanenhof oder Jungfernkopf – reine Wohnviertel sind. Dort wird man schwer fündig. Im Vorderen Westen hingegen ballen sich die Highlights.

Was ist Ihr persönlicher Glücksort?

Der Laubengang an der Löwenburg. Dort gibt es eine Bank, auf der man über die ganze Stadt blicken kann. Auch bei unseren Bergpark-Führungen mit ausländischen Touristen merke ich immer wieder, welch unglaublichen Eindruck die Löwenburg bei den Gästen hinterlässt. Sobald sie in Sichtweite kommt, geht ein Raunen durch die Gruppe. Sie taucht so unerwartet auf und ist gerade auch deshalb bei vielen der heimliche Höhepunkt des Bergparks.

Gibt es weitere Orte in Ihrem Buch, die in der öffentlichen Wahrnehmung unterrepräsentiert sind?

Das Schloss Wilhelmsthal gehört für mich in jedem Fall dazu. Das ist sicher bei den Touristen der verkannteste Ort. Aber gerade dieser Dornröschenschlaf macht es zu so etwas Besonderem. Besucherströme sind eben Fluch und Segen zugleich. Aber auch das Märchenviertel in Niederzwehren, die Caricatura oder das Archiv der deutschen Frauenbewegung hätten sicher mehr Aufmerksamkeit verdient. Das Ich-Denkmal am Brüder-Grimm-Platz ist vor allem bei auswärtigen Gästen gefragt. Vor einiger Zeit habe ich dort eine Gruppe Japaner beobachtet. Ich war erstaunt, wie viele Menschen auf den Sockel des Denkmals passen. (Bastian Ludwig)

„Glücksorte in Kassel“, Droste Verlag Düsseldorf, 166 Seiten, 14,99 Euro.

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