Karnevalsgesellschaft Fuwi unterhielt bei Galasitzung 350 Fans mit Tanz, Gesang und Wortwitz

Die Wölfe rockten den Saal

Im Nationaltrikot: Die Kinder- und Juniorengarde stimmte das närrische Publikum auf die Fußball-Weltmeisterschaft in Brasilien ein. Fotos: Dilling

Kassel. Der Karneval lebt von ausgefallenen Ideen. Und so ist das Publikum oft besonders begeistert, wenn die Aktiven auf der Bühne die ausgefahrenen Gleise des närrischen Betriebs verlassen. So war es auch bei der Galasitzung der Karnevalsgesellschaft Fuwi-Die Windbiedel: Die Schwestern Eileen und Lisa Freese kamen als Tanzmariechen ganz anders als gewohnt daher. Statt Marschtanz präsentierten sie eine atemberaubende Tanzshow mit slapstickartigen Einlagen zu Michael-Jackson-Rhythmen.

Zuvor hatte die bewährte Gesangsgruppe „Die Wölfe“ sich auch mal an eingängige Popsongs gewagt und rockte damit erfolgreich den Saal. Da stand man auf, schunkelte, klatschte und wiegte sich in den Hüften. Auch die Schau- und Marschtänze kamen beim Publikum gut an. Sonderapplaus gab es für die Kinder- und Juniorengarde, die auf der Bühne schon mal den Schlachtgesang der deutschen Fans zur bevorstehenden Fußball-WM in Brasilien anstimmten. Klar, dass so nur Deutschland Weltmeister werden kann.

Ausstrahlung

Ähnlich viel Beifall gab es für die jüngst Akteurin, das siebenjährige Tanzmariechen Mia Schaub, das mit Ausstrahlung wett machte, was ihr an Tanzerfahrung noch fehlt.

Die Bütt ist eines der stärksten Pfunde, mit denen Fuwi wuchern kann. Parkdruck im Bergpark, Tauziehen um Freibäder, Baustellenmarathon auf der Friedrich-Ebert-Straße: Britta Rose spießte viele Probleme der Stadt mit routiniertem Wortwitz auf. Auch Salzmann-Investor Dennis Rossing bekam sein Fett weg. „Der Eigentümer hält die Stadt zum Narren, da kann ich nur herzlich lachen“, reimte der Till und riet: „Das muss ein Generationenhaus hin, das ist für alle ein Gewinn“.

Närrischer Schwerarbeiter des Abends war einmal mehr

Sitzungspräsident Patrick Hartmann. Dieser moderierte nicht nur, verteilte Orden und sang bei den „Wölfen“ mit. In der Bütt warb er als Macho vom Dienst für seine „Männerfreiheitspartei“. „Ihr könnt jetzt Eure Frauen als besondere Belastungen von der Steuer absetzen“, rief er seinen Geschlechtsgenossen im Saal zu. Mit 13 Jahren schon schloss sich Hartmann, auch Präsident der Gemeinschaft Kasseler Karnevalsgesellschaft, dem närrischen Treiben an. Zum Dank bekam er während er Galasitzung den Karlsorden des kurhessischen Karnevalsverbands. (pdi)

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