Wohnungsmieten und Kaufpreise um acht Prozent gestiegen

Wohnen in Kassel und im Speckgürtel wird immer teurer

Kassel. Die Mieten und Kaufpreise für Wohneigentum in Kassel und dem Umland sind 2016 weiter gestiegen. Auf dem flachen Land sinken die Preise jedoch.

In beiden Bereichen gab es gegenüber 2015 Zuschläge von durchschnittlich acht Prozent bei Neuvermietungen und Verkäufen.

Grund ist die hohe Nachfrage nach städtischem Wohnraum. Mittelfristig sei keine Trendwende erwartbar, sagten die Immobilienexperten bei der Vorstellung des jährlichen Preisspiegels.

„Inzwischen wird in Kassel mehr gebaut, aber das ist immer noch zu wenig“, sagt Siegfried Putz, Sprecher des Immobilienverbandes Nordhessen. Vor allem preiswerter Wohnraum sei nötig. Die aktuell 8500 Sozialwohnungen müssten verdoppelt werden, um den Bedarf zu decken.

Der Zuzug, die gute wirtschaftliche Entwicklung und die Suche nach ertragreichen Kapitalanlagen lassen den Immobilienmarkt florieren. Dies ist zum Nachteil für jene, die Wohneigentum suchen. Beim Verkauf von Bestandsimmobilien würden die Eigentümer teilweise überhöhte Preise aufrufen, sagt Putz. Insbesondere bei einem schlechten Zustand der Bausubstanz seien diese aber nicht immer am Markt durchsetzbar.

1700 bis 2000 Euro pro Quadratmeter

Einfamilienhäuser mit etwa 150 Quadratmeter Wohnfläche werden bei gutem Zustand zwischen 280.000 und 380.000 Euro gehandelt. Bei Wohnungen in mittleren bis guten Wohnlagen liegen die Verkaufspreise inzwischen bei 1700 bis 2000 Euro pro Quadratmeter. Sehr gut ausgestattete Neubauwohnungen wurden sogar für bis zu 4400 Euro pro Quadratmeter veräußert.

Die Entwicklung schlägt sich auch bei den Mieten nieder: Wohnungen mit mittlerer Ausstattung, die nach 1949 gebaut wurden, sind zuletzt für 6 bis 7,50 Euro vermietet worden. Nur ältere Wohnungen mit wenig Komfort waren günstiger zu haben. Während es im Speckgürtel (Vellmar, Kaufungen, Baunatal) ähnliche Steigerungen gab, sinken die Preise auf dem flachen Land. 

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Rubriklistenbild: © dpa

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