Wohnraum im Zentrum: Ehemaliges Betriebsgebäude von Kuhfuß+Sohn wird umgebaut

Eingerüstet: Bis zum Spätherbst entstehen an dem früheren Standort des Unternehmens Kuhfuß + Sohn neben den Städtischen Werken im Königstor (links) Miet- und Eigentumswohnungen. Foto: Koch

Kassel. Wohnraum statt Gewerbe: Das ehemalige Betriebs- und Bürogebäude des Kasseler Unternehmens Kuhfuß + Sohn an der Ulmenstraße/Ecke Königstor hat als Gewerbe-Immobilie weitgehend ausgedient. Es wird für Wohnzwecke von Grund auf umgebaut und energetisch saniert.

Bauherr ist die in der Autobranche tätige Kuhfuß + Sohn GmbH & Co. KG, die über eine Million Euro in den Umbau investiert. Im Spätherbst sollen die Arbeiten beendet sein. Die Innenstadt gewinnt als Wohnstandort zunehmend an Attraktivität. Wo zuletzt Mitarbeiter eines Kabelnetzanbieters saßen, entstehen Miet- und Eigentumswohnungen. Lediglich im Erdgeschoss sind Praxis- und Kanzlei-Räume vorgesehen, die bereits vermietet sind. In den beiden Stockwerken darüber und im Dachgeschoss, das die Eigentümer selbst nutzen wollen, werden Wohnungen geschaffen. Vorgesehen sind acht Mietwohnungen mit einer Größe von 65 bis 145 Quadratmetern, sowie zwei selbst genutzte Eigentumswohnungen unterm Dach.

Ein Aufzug sorgt für barrierefreien Zugang. Vergrößerte Dachgauben und großzügige Loggien auf der Südseite werden für mehr Licht sorgen. Die Fassade, bislang in Gelb gehalten, wird in einem kräftigen Rot gestrichen.

So soll es werden: Kräftige Fassadenfarbe, große Fenster und Loggien - so wird sich das Gebäude nach dem Umbau präsentieren. Die Illustration zeigt die nach Süden liegende Rückseite. Illustration:  Schultze + Schulze / nh

Mit der Planung wurde das Kasseler Architekturbüro Schultze + Schulze betraut. Das ehemalige Betriebs- und Bürogebäude aus der Vorkriegszeit war im Zweiten Weltkrieg beschädigt und 1948 wieder aufgebaut worden. 1956 / 57 wurde es Richtung Innenstadt um über sieben Meter verlängert. Nachdem Kuhfuß + Sohn den Betrieb an die Osterholzstraße in Bettenhausen verlegt hatte, diente das Gebäude ab den 1960er-Jahren zunächst der Post und deren Nachfolger Telekom sowie zuletzt dem Kabelnetzbetreiber als Betriebs- und Lagerstätte. (els)

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