Kleinste Wohnungen in der City

So wohnt Kassel: Stadt legt Wohnungsmarktbericht vor

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Mehr als die Hälfte des Stadtgebiets in Kassel wird nicht für Wohnungen, sondern als Grün- und Freiflächen, Wald- oder Gewerbegebiet genutzt.

Kassel. Mehr als die Hälfte Kassels wird nicht zum Wohnen genutzt. Der neue Wohnungsmarktbericht zeigt außerdem, wie groß die Wohnungen wo in der Stadt sind.

Die Stadt Kassel "ist ein guter Wohnstandort und das soll auch so bleiben", sagt Stadtbaurat Christof Nolda (Grüne). Er hat am Dienstag den Wohnungsmarktbericht 2017 vorgelegt. Erstmals seit vielen Jahren gibt es damit wieder eine gesicherte Datengrundlage für ein noch zu erstellendes Wohnraumversorgungskonzept. Der Bericht, der eine Fülle von Informationen, Fakten und Einschätzungen enthält, wurde in zwei Jahren von der Stadtverwaltung mit Unterstützung der Kasseler Uni erarbeitet.

Unter der Federführung von Anita Bodenbach (Leiterin des städtischen Bauverwaltungsamts) sowie Ralf Malz (Abteilungsleiter Wohnraumversorgung und Wohnungsbauförderung) liefert der Bericht Antworten auf die Fragen, „Wie wohnt Kassel?“, „Wer wohnt in Kassel?“ und „Was kostet Wohnen in Kassel?“. Er informiert über die Vielfalt der Baustruktur, den Wohnungsbestand und die Neubautätigkeit, identifiziert Flächen für zusätzlichen Wohnungsbau, stellt die Bevölkerungs- und Haushaltsentwicklung dar und beschreibt die wohnungswirtschaftlichen Rahmenbedingungen.

Erstmals gibt es auch detaillierte stadtteilbezogene und quartiersbezogene Karten, in die Datenmaterial der Stadt, des Instituts Wohnen und Umwelt, des Jobcenters sowie aus der Volkszählung 2011 eingeflossen ist.

Daraus „lässt sich jetzt präziser und kleinräumiger ablesen, an welchen Orten wir welche Bedingungen vorfinden und in welche Richtung sich der hiesige Wohnungsmarkt bewegt“, erklärt Nolda. Deshalb sei der aktuelle Bericht für alle Akteure des Wohnungsmarkts ein unentbehrliches Werkzeug.

Kassel ist eine Mieterstadt, weil nur etwa ein Viertel aller insgesamt 105.000 Wohnungen von den Eigentümern selbst bewohnt werden. Nahezu drei Viertel des Kasseler Wohnungsbestandes sind vermietet. Gerade Wohnungen für kleinere und mittlere Einkommen fehlen jedoch.

Die Mieten haben sich in der Zeit von 2011 bis 2015 in besonders gefragten Stadtteilen wie Harleshausen und Kirchditmold im Kasseler Westen, aber auch in Rothenditmold, Nord-Holland und Wesertor bei Neuvermietungen drastisch um bis zu 55 Prozent erhöht.

Der Wohnungsmarktbericht zum Download:

Den ganzen Wohnungsmarktbericht für Kassel finden Sie hier.

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