Dritter Bauabschnitt auf ehemaligem Opel-Gelände: Altlasten von Tankstelle müssen geborgen werden

40 Wohnungen für Senioren

Suche nach Altlasten: Sechs Öltanks müssen entsorgt werden. Auf dieser Fläche an der Schönfelder Straße sollen 40 barrierefreie Wohnungen entstehen. Fotos: Pflüger-Scherb

Wehlheiden. In Wehlheiden wird eine weitere Baulücke geschlossen. Auf dem ehemaligen Opel-Gelände an der Wilhelmshöher Allee / Ecke Schönfelder Straße sollen 40 barrierefreie und seniorengerechte Wohnungen entstehen. Entlang der Baustelle ist die Rechtsabbiegerspur der Schönfelder Straße derzeit gesperrt.

Bei dem Bau der Wohnanlage handelt es sich um den dritten Bauabschnitt auf dem Areal. Zunächst waren das Gesundheitszentrum und dann das Awo-Pflegeheim errichtet worden. Bauherr ist die Vibro-Gruppe aus Mönchengladbach. Für die Planung, Projektentwicklung und das Projektmanagement wurde wieder das Büro Vogelsberg & Felde aus Guxhagen beauftragt.

Projektentwickler Joachim Vogelsberg geht davon aus, dass die ersten Mieter im Juni 2014 einziehen können. Es lägen bereits Bewerbungen für die Wohnungen, die zwischen 50 und 100 Quadratmeter groß werden, vor. Generalmieter werde die Awo Nordhessen.

Kosten: 4,5 Millionen Euro

Derzeit läuft die Bauvorbereitung, die Altlasten müssen beseitigt werden: Sechs Öl- und Benzintanks, die zur ehemaligen Opel-Tankstelle und Opel-Blitzwerkstatt gehörten, sind bereits aus dem Erdreich hervorgeholt worden. „Die werden alle vom TÜV geprüft und dann als Sondermüll entsorgt“, sagt Vogelsberg. Für die Altlastensanierung seien 150 000 Euro veranschlagt worden. Derzeit rechnet man mit Baukosten von etwa 4,5 Mio. Euro (ohne Grundstück). Als Generalunternehmer seien die heimischen Firmen Hermanns und EFS beauftragt worden.

Balkone Richtung Süden

Barrierefreies Bauen sei teurer als konventionelles, sagt Vogelsberg. Deshalb würden die Mieten dann auch etwas über dem Durchschnitt liegen. Jede Wohnung sei mit Tiefgaragenplatz, Kellerraum und Balkon in Richtung Süden ausgestattet. Es gebe einen Aufzug, in den auch Betten passten, die Flure und Türen seien breiter, die Badezimmer rollstuhlgeeignet und es gebe keinen Absatz im ganzen Haus, der höher als 0,5 Zentimeter sei. Die Planung entspreche den Vorgaben des seit 2001 bestehenden Bebauungsplans.

„Jeder hat die Möglichkeit gehabt, damals innerhalb eines halbes Jahres dagegen Einspruch einzulegen“, sagt Vogelsberg. „Das hat aber niemand getan.“ Damit spielt er auf Anwohner an, die seit einigen Jahren gegen den dritten Bauabschnitt kämpfen. Sie befürchteten, dass durch eine mehrgeschossige Bebauung eine Straßenschlucht entstehen und zu weit größerer Lärmbelästigung als bisher führen könnte. Deshalb sei im Vorfeld auch ein Lärmschutzgutachten erstellt worden, sagt Vogelsberg.

Der Neubau werde an den vorhandenen Altbau angebaut und verlaufe auf einer Länge von 15 Meter parallel zur Schönfelder Straße. Dann knicke das Gebäude um 30 Grad nach hinten ab.

Von Ulrike Pflüger-Scherb

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