Bauherren stellten im Ortsbeirat geplanten Neubau an Reginastraße vor

Umstritten: Anwohner bemängeln, der Neubau passe nicht in das Gründerzeitviertel. Illustration:  foundation 5+/nh

Vorderer Westen. Die Bauherren des geplanten Neubaus an der Reginastraße haben dem Ortsbeirat Vorderer Westen und 30 Anwohnern ihre Pläne während der jüngsten Sitzung der Stadtteilvertreter vorgestellt. Im Vorfeld hatte es vereinzelt Kritik am neuen Wohnhaus gegeben (wir berichteten).

„Weil es ein privates Bauvorhaben ist, muss es uns nicht vorgestellt werden“, betonte Ortsvorsteher Wolfgang Rudolph (SPD). Dennoch sei die Präsentation schon allein deshalb interessant, weil es sich „hierbei um kein kleines Vorhaben“ handele. In dem von Gebäuden aus der Gründerzeit geprägten Quartier soll ab Oktober ein 14 Meter hohes und 60 Meter langes Gebäude mit 24 Eigentumswohnungen und Tiefgarage entstehen. Die „Regina-Garagen“ werden dafür im September abgerissen.

„Die bisherigen Garagennutzer werden in Kürze informiert und bekommen die Möglichkeit, für einen ähnlichen Preis wieder Garagen anzumieten“, sagte Architekt Matthias Foitzik (Architekturbüro foundation 5+), der das Bauprojekt mit Immobilienmakler Klaus Morell (Chassalla Immobilien GmbH) vorstellte. Zudem entstehen neun zusätzliche Stellplätze im Straßenraum.

Kritik von Anwohnern

Kritik äußerten einzelne Quartiersbewohner am Erscheinungsbild des geplanten Neubaus. Das Haus passe optisch nicht ins Altbau-Viertel und gleiche eher einem „verglasten Plattenbau“. „Natürlich bauen wir kein Gründerzeitgebäude, sondern ein modernes, funktionales Wohnhaus“, entgegnete Foitzik. Offenbar mit Erfolg: 20 der 24 Eigentumswohnungen sind nach Angaben von Klaus Morell bereits reserviert.

Sorgen hatten sich Nachbarn auch um die Bäume gemacht, die derzeit auf der Grundstücksgrenze zu den Häusern an der Goethestraße 38 und 40 stehen. „Wir haben unsere Pläne inzwischen angepasst und versuchen jetzt alle Bäume zu erhalten“, versicherte der Architekt. Sollte doch ein Baum zu Schaden kommen, würde für „adäquaten Ersatz“ gesorgt.

Auch der zu erwartende Baulärm bewegte die Gäste – zumal zur selben Zeit auch an der Goethe- und Germaniastraße gebaut wird. „Ich finde es besser, dass die Bauarbeiten in die gleiche Zeit fallen und nicht nacheinander erfolgen“, sagte Rudolph. Die Lärmbelastung sei zwar nicht schön, Ende 2013/Anfang 2014 sei dafür Ruhe. Dann sollen auch die neuen Eigentumswohnungen bezugsfertig sein. (psn)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.