Mietpreise steigen - Kaum Eigentumswohnungen im Angebot

Wohnungsmarkt in Kassel ist leer gefegt

Kassel. Der Wohnungsmarkt in Kassel ist leer gefegt: Von den 103 000 Wohnungen im Stadtgebiet sind nur noch zwei bis drei Prozent nicht bewohnt. Hintergrund sind die gute wirtschaftliche Entwicklung und Zuzüge aus dem Umland in die Stadt.

Dies teilte der Immobilienverband Deutschland (IVD) mit. Wegen der gestiegenen Nachfrage sind die Preise bei Neuvermietungen im vergangenen Jahr um bis zu zehn Prozent gestiegen.

Meldungen wie die von Kassel als dynamischster Großstadt Deutschlands schlagen sich auch auf dem Wohnungsmarkt nieder. Die Nachfrage nach Wohnimmobilien ist stark gestiegen, sagte Siegfried Putz, Pressesprecher des IVD in Nordhessen, bei der gestrigen Vorstellung des Immobilienpreisspiegels. Dies liegt nicht unbedingt an solchen Meldungen, sondern vielmehr an dem dahinter stehenden wirtschaftlichen Aufschwung.

Wie schwierig sich die Wohnungssuche derzeit gestaltet, zeigt eine Anfrage bei den Wohnungsbaugenossenschaften: Die GWG etwa hat keine ihrer 8800 Mietwohnungen mehr frei, bei den „Vereinigten Wohnstätten 1889“ sind von 4000 Wohnungen lediglich elf Einheiten nicht vermietet. Allerhöchstens komme es zu kurzzeitigen Leerständen bis zu drei Monaten, die allein durch den nicht nahtlosen Wechsel von zwei Mietern entstünden.

Ähnlich ist die Lage bei den Eigentumswohnungen. Auch dort steigen Nachfrage und damit das Preisniveau. Grund dafür sind niedrige Zinsen und vor allem die Finanzkrise. Immobilien gelten in unsicheren Zeit als sichere Investition.

Eine schnelle Entspannung des Marktes ist nicht zu erwarten, denn es gab zuletzt zu wenig Neubauvorhaben. Dies liegt auch daran, dass nach Angaben des Liegenschaftsamtes alle städtischen Wohnbaugrundstücke mit zwei Ausnahmen verkauft sind. Auf der Warteliste stehen 275 Bewerber. ZUM TAGE, NÄCHSTE SEITE

Von Bastian Ludwig

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