Forderung im Ortsbeirat

Wolfhager Straße soll in Rothenditmold Tempo-30-Zone werden

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Viel Durchgangsverkehr im Ortskern: Vor der Valentin-Traudt-Schule (links) stauen sich die Autos zu den Stoßzeiten vor den Ampeln. Tempo 30 könnte für mehr Sicherheit und weniger Lärm sorgen, meint der Ortsbeirat.

Rothenditmold. Der Ortsbeirat will die Unfallgefahr für Fußgänger und den Lärm für Anwohner auf der Wolfhager Straße reduzieren. Er fordert ein Tempolimit auf der Bundesstraße.

Auf der Wolfhager Straße im Ortskern von Rothenditmold staut sich der Verkehr zu den Stoßzeiten in langen Kolonnen. Abends wird gern auch mal gerast. Vor zwei Jahren erlitt ein Rentner vor der Germania-Apotheke tödliche Verletzungen, als er von einem Auto erfasst wurde.

Der Ortsbeirat tritt aufs Bremspedal: Mehrheitlich hat das Gremium während seiner jüngsten Sitzung beschlossen, dass der Magistrat die Einführung von Tempo 30 – statt der jetzt erlaubten 50 km/h – zwischen der Einmündung Gelnhäuser Straße und der Mombach-Brücke prüfen und möglichst auch durchsetzen soll.

„Diese Straße ist laut und anstrengend. Wir sollten sie humaner machen“, sagte Ortsvorsteher Hans Roth, der den Antrag für sein Wahlbündnis AUF auf die Tagesordnung gesetzt hatte. Inzwischen hätten sich schon 250 Rothenditmolder im Rahmen einer Fragebogenaktion für eine Reduzierung des Lärm und eine Tempobeschränkung auf 30 km/h ausgesprochen. Anwohner hätten ihm berichtet, dass nachts sogar Autorennen auf der Wolfhager Straße gefahren würden. Aus der polizeilichen Unfallstatistik gehe hervor, dass es auf der Wolfhager Straße in den vergangenen zehn Jahren im Schnitt zu einem Unfall pro Monat gekommen sei. Er sehe gute Chancen, dass die Temporeduzierung genehmigt werden könne, obwohl es sich um eine Bundesstraße handele, sagte Roth.

Dem Ortsbeirat geht es einmal um einen etwa 300 Meter langen Abschnitt der Wolfhager Straße zwischen Gelnhäuser Straße und Brandaustraße. Dort lasse sich gut begründen, dass zum Schutz der Schüler der Valentin-Traudt-Schule und der Fußgänger im Bereich der Bushaltestellen Tempo 30 nötig sei, meinte Roth. Zum anderen sieht der Antrag von AUF Kassel aber auch ein Tempolimit bis zur Mombach-Brücke vor. Dafür gebe es Chancen, weil sich das Land eine Lärmreduzierung an städtischen Straßen auf die Fahnen geschrieben habe, sagte der Ortsvorsteher. Den parteilosen Ortsbeiratsmitgliedern Kordula Wyrwich und Beate Burmester geht dieser Vorschlag sogar noch nicht weit genug. Man könne mit der Temporeduzierung schon ab den „Drei Brücken“ beginnen, meinten sie.

Die Forderung nach Tempo 30 blieb allerdings nicht unwidersprochen: Daniel Aleksic (SPD) und der frühere Ortvorsteher Norbert Hornemann (CDU) sprachen sich dagegen aus. Aleksic befürchtet dann Schleichverkehr durch die Naumburger Straße. Raser könne man mit einer Blitzer-Anlage stoppen. Hornemann geht die Temporeduzierung bis zur Mombach-Brücke zu weit.

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