Ortsbeirat plädiert für weitere Nutzung des Grundstücks als Sportstätte

„Campus-Abriss Verlust für Kassel“

Schließt: Das Sportstudio Campus am Triftweg. Archivfoto: Schwarz

Wolfsanger-Hasenhecke. Die Nachricht von der bevorstehenden Schließung des Sportstudios Campus am Triftweg zum 31. Mai schlägt im Stadtteil Wolfsanger-Hasenhecke hohe Wellen.

Nach eigener Auskunft beabsichtigt die Eigentümerin, die Hamburger Immobilienverwaltungsfirma GSG Humbert, auch den Abriss des Gebäudekomplexes.

Im Ortsbeirat sorgte jetzt die Frage nach der künftigen Nutzung des Geländes für Diskussionen. Zwar gibt es laut der GSG noch keine Pläne für das 20 000 Quadratmeter große Grundstück. Doch der Ortsbeirat teilt die Sorge vieler Bürger, dass die bisherige Campus-Fläche als Bauland vermarktet werden könnte.

In einem einstimmig gefassten Beschluss plädiert der Beirat dafür, dass das Grundstück am Triftweg 13 auch nach einem Verkauf an einen anderen Investor weiterhin für Sport- und Freizeitmöglichkeiten genutzt wird. Den Magistrat der Stadt fordert der Ortsbeirat auf, den geltenden Bebauungsplan für das Gelände bestehen zu lassen und ihn im Fall eines Verkaufs nicht zu ändern.

„Im Plan ist das Gelände als ein ,Gebiet für den Gemeinbedarf‘ ausgewiesen“, sagte Aloys Zumbrägel (CDU), der den Bebauungsplan, der aus dem Jahr 1968 stammt, mitgebracht hatte. Die CDU-Fraktion hatte den Antrag im Ortsbeirat eingebracht.

Von der Schließung des beliebten Sportzentrums sind Hunderte Bürger auch außerhalb des Stadtteils betroffen. Darunter sind viele Badmintonspieler, die seit über 30 Jahren dort ihren Sport ausüben. Petra Pondruff, langjähriges Mitglied im Campus, verwies auf die gesellschaftliche Bedeutung der Sportstätte. „Das ist ein wichtiger Anlaufpunkt für sehr viele Bürger“.

Die Schließung sei ein Verlust für ganz Kassel, bemerkte Bernd Wolfgang Häfner (Freie Wähler). Ilona Börner (SPD) regte eine Bürgerversammlung zu diesem Thema an. Ortsvorsteher Alfred Langner (SPD) sagte, er erwarte jetzt auch eine entsprechende Initiative der Campus-Nutzer, die sich mit dafür einsetzen sollten, dass das Grundstück den Bürgern für Sport- und Freizeitaktivitäten erhalten bleibt.

Von Monika Puchta

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