In Wolfsanger soll Hundewiese wie in Lohfelden entstehen

Wegen Konflikten mit Hunden: Bekommt Kassel eingezäunte Auslauffläche?

Kassels CDU-Stadtverordneter Holger Augustin mit seinem Jagdhund „Grille“ in Wolfsanger.
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Hatte die Idee zur eingezäunten Hundewiese: CDU-Stadtverordneter Holger Augustin mit seinem Jagdhund „Grille“.

Immer wieder kommt es in Kassel zu Konflikten zwischen Hunden sowie Fußgängern und Radfahrern. Nun soll in Wolfsanger eine eingezäunte Hundewiese entstehen.

Kassel – Kassel könnte bald eine eingezäunte Hundeauslauffläche bekommen. Für ein solches Angebot hat sich gerade der Ortsbeirat Wolfsanger ausgesprochen. Es wäre die erste eingezäunte Hundewiese der Stadt.

Die Idee auf den Weg gebracht hat der CDU-Stadtverordnete Holger Augustin, der eine solche Auslauffläche mit seinem Jagdhund beim Urlaub auf Sylt kennengelernt hat und sofort begeistert davon war, dass die Tiere laufen können, wie sie wollen. In der Region gibt es so etwas nur in Lohfelden. Laut Augustin könnten mit dem Angebot viele Konflikte von Hundehaltern mit Fußgängern und Radfahrern vermieden werden, über die auch immer wieder HNA-Leser berichten.

Augustin kennt solche Situationen vom Fulda-Radweg R 1 in Wolfsanger, wo er oft mit seinem Vierbeiner Gassi geht. „Hunde sind Lauftiere, aber ganz viele Halter lassen sie immer öfter angeleint, weil sie Konflikten mit anderen aus dem Weg gehen wollen“, sagt der 53-Jährige.

Der Ortsbeirat Wolfsanger schlägt eine Fläche am Sportplatz an der Fuldatalstraße vor. Sie sollte etwa 5000 Quadratmeter groß sein, sagt Augustin. Genau dies ist auch die Größe der Hundewiese in Lohfelden, die 2017 am Naherholungsgebiet „Grüne Mitte“ zwischen den Ortsteilen Crumbach und Vollmarshausen eingeweiht wurde. Damals hoffte Bürgermeister Uwe Jäger (SPD), die Hundefläche könne Konflikte in dem kleinen Park vermeiden, in dem sich auch ein Spielplatz befindet. Genau so ist es gekommen, wie Amtsleiterin Mira Schneider sagt: „Da büxt keiner mehr aus.“ Die Wiese, deren Einrichtung 21 000 Euro kostete, sei zudem „zum Treffpunkt für Hundehalter geworden, die aus anderen Kommunen kommen“.

Die Fläche in Wolfsanger, die gut mit Bus und Bahn erreichbar ist, könnte ebenfalls zum Anziehungspunkt werden. Augustin will für das Projekt nun in der Stadtverordnetenversammlung werben.

Im Rathaus ließ man die Pläne unkommentiert. Auch die Frage, ob Konflikte mit Hunden zunehmen, konnte ein Sprecher nicht beantworten. Klar sei aber, dass „es immer mal wieder dort zu Problemen kommt, wo viele Hunde Gassi geführt werden. Dies verteilt sich über das gesamte Stadtgebiet.“ (Matthias Lohr)

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