Kassel

Buttersäure sorgt für Gestank bei Burschenschaft Germania

2012 wurde ein Farbanschlag auf das Burschenschaftsheim in der Kasseler Wolfsangerstraße verübt.
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2012 wurde ein Farbanschlag auf das Burschenschaftsheim in der Kasseler Wolfsangerstraße verübt. (Archibild)

Erneut hat es einen Farbanschlag auf die Burschenschaft Germania an der Wolfsangerstraße (Wolfsanger/Hasenhecke) gegeben.

Kassel - Unbekannte haben in der Nacht zum Dienstag die Hausfassade eines von der Studentenverbindung genutzten Gebäudes mit Bitumen beschmiert und zusätzlich für einen üblen Gestank, vermutlich durch Buttersäure, gesorgt. Nach Angaben von Polizeisprecher Matthias Mänz hatten die Täter die schwarz-bräunliche Substanz zwischen 1 und 7.30 Uhr großflächig auf die Frontseite des Hauses aufgebracht. Anschließend waren sie in unbekannte Richtung geflüchtet. Der Sachschaden wird auf 5000 Euro geschätzt.

Aufgrund des nicht auszuschließenden politischen Motivs ermittelt nun der Staatsschutz. Erst im August war die Burschenschaft mit Farbbeuteln beworfen worden.

Auf der linken Internetseite Indymedia.org ist zudem ein Bekennerschreiben aufgetaucht. Dort bekennt sich eine Gruppe dazu, die Burschenschaft mit Bitumen und Buttersäure beschädigt zu haben. Dort heißt es unter anderem, dass die Burschenschaft Germania Kassel einer der „relevanten faschistischen Akteure“ in Kassel sei.

Bei der Kasseler Burschenschaft haben schon mehrfach Holocaust-Leugner geredet. Vor zwei Jahren sorgte die Ankündigung für Proteste, dass dort der Neonazi-Anwalt Dr. Björn Clemens einen Vortrag halten sollte. Clemens ist übrigens der Verteidiger von Markus H., der sich aktuell im Lübcke-Prozess vor dem Oberlandesgerichts Frankfurt wegen des Verdachts der Beihilfe zum Mord verantworten muss.  Hinweise: Tel. 05 61/9100. (use)

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