Familie hat Anzeige erstattet und hofft weiter auf Hinweise

Kinder traurig: Unbekannte kidnappten vier Zwergkaninchen aus Freigehege

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Verwaistes Kaninchenparadies: Lucas (4 Jahre, links), Fynn (6) und Mutter Stephanie Kuba vor dem leeren Gehege. Den Kindern bleiben zum Spielen und Kuscheln vorerst nur ihre Stoffhasen.

Kassel. „Wer macht so was bloß?“, fragt Stephanie Kuba. Aus einem Gehege hinter dem Reihenhaus ihrer Familie in Wolfsanger haben Unbekannte vier Zwergkaninchen gestohlen.

Tipsi, Felix, Schnuffi und Tinka waren nicht nur die Spielkameraden von Lucas (4) und Fynn (sechs Jahre), sondern auch die Lieblinge aller Kinder aus der Nachbarschaft.

Seit Sonntag sind die Häschen verschwunden. Stephanie Kuba hatte frühmorgens um fünf Uhr vor ihrem Dienstbeginn als Krankenschwester noch Grünfutter ins Gehege gebracht. Als sie am frühen Nachmittag zurückkam, stellte sie fest, dass Klappen der Stallbauten geöffnet und schwere Steine in dem liebevoll gebauten Hasenparadies verschoben worden waren. „Das kann kein Tier gewesen sein“, ist die dreifache Mutter sicher. Es gebe auch weder Anzeichen noch Möglichkeiten, dass sich die Kaninchen selbst aus dem Gehege befreit hätten.

Werden vermisst: Tipsi (hinten) sowie (von links) Tinka, Felix und Schnuffi. Foto:  Privat

An der Suche nach dem Hasenquartett beteiligte sich die gesamte Nachbarschaft – erfolglos. Der einzige Fund: ein kleines Schnapsfläschchen auf dem Gartenrasen. Das hat die Mutter auch der Polizei gezeigt, als sie Anzeige wegen des Vorfalls erstattete.

Klar sei lediglich, dass offenbar Menschen ihre Hand im Spiel hatten, sagte Polizeisprecher Torsten Werner gegenüber der HNA. Fälle von Kleintier-Diebstahl kämen „nicht häufig, aber immer mal wieder vor“. Dafür kämen ganz unterschiedliche Motive infrage. Werner: „Einen bestimmten Tätertyp gibt es jedenfalls nicht.“

Wo auch immer die Häschen jetzt sind: Fynn und Lucas hat das ungewisse Schicksal ihrer Lieblinge hart getroffen. „Die haben tagelang geweint und nicht wieder aufgehört“, berichtet ihre Mutter, die nichts unversucht ließ, um die Kaninchen wiederzufinden. Sie fragte bei Tierärzten und Tierheimen an und startete Suchmeldungen in den sozialen Medien.

Erst seit diesem Sommer lebt die fünfköpfige Familie in der Wohnsiedlung Im Bodden in Wolfsanger, einer Nachbarschaft mit vielen jungen Familien. „Wir haben vorher in einer kleinen Dachwohnung gewohnt“, sagt Stephanie Kuba. Der kleine Häschen-Zoo im Garten machte das neue Wohnglück perfekt und wurde schnell zum Anziehungspunkt für viele Nachbarskinder. „Alle verstehen sich hier gut“, sagt Stephanie Kuba.

Der Vorfall mir den Kaninchen wirft nun aber einen Schatten aufs Idyll. „Wir werden jetzt Bewegungsmelder installieren, und unser Vermieter hat schon einen besseren Sichtschutz zugesagt.“ Das Gehege liegt nicht an der Straße, sondern weit zurückversetzt auf dem Grundstück. Für die Kinder wird es noch dauern, bis sie den Verlust verwunden haben. „Wir haben immer mit den Hasen gekuschelt, gespielt und ihnen frischen Löwenzahn gepflückt“, berichtet Lucas. Und Fynn sagt: „Auf dem Spielplatz gegenüber suchen wir sie ganz oft.“

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