Rentner aus Wolfsanger findet historische Kassel-Postkarten

Der Friedrichsplatz vor den Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg.

Kassel. In vielen Kasseler Haushalten wurden früher Postkarten mit Ansichten der ehemaligen Residenzstadt gesammelt. Auch die Eltern und Großeltern von Albert Pöhl (78) haben einige dieser Erinnerungen an das alte Kassel hinterlassen.

Beim Aufräumen hat der Rentner aus Wolfsanger mehrere davon gefunden. „Ich weiß nicht, was ich damit anfangen soll, aber zum Wegwerfen sind sie zu schade“, sagt er. Das wäre auch wirklich ein Jammer gewesen.

Albert Pöhl hat die Postkarten der HNA zur Verfügung gestellt. So etwas kommt immer mal wieder vor. Wir archivieren die Bilder und geben die Postkarten dann an das Stadtmuseum weiter. Aber vorher wollen wir ein paar besonders schöne und interessante Aufnahmen veröffentlichen.

Die farbige Ansicht vom Altmarkt stammt zum Beispiel aus dem Kasseler Verlag von Theodor Kay, die Neue Galerie von Trinks & Co aus Leipzig und das Spohrdenkmal aus dem Verlag Trude Schaumlöffel. Die Bandbreite ist ungewöhnlich, die meisten bekannten Ansichten sind in der Kunstverlagsanstalt Bruno Hansmann erschienen.

Erinnerungen an das alte Kassel auf Postkarten

Das Preußische Staatstheater am Friedrichsplatz: Damals konnte man zum Theaterbesuch noch mit der Bahn vorfahren. © 
Anders, aber gut wiederzuerkennen: Auch die Neue Galerie wurde im Krieg beschädigt. Sie dient weiterhin als Ausstellungshaus. © 
Viel Grün: Das Spohrdenkmal am Opernplatz. © 
Ohne Parkdeck: Der Marställer Platz vor dem Krieg. Hier befindet sich heute die Markthalle. © 
Das Denkmal steht heute weiter hinten: Der Friedrichsplatz vor den Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg. © 
Das Fachwerk der Häuser ist noch unter Putz versteckt: So sah es am Altmarkt um 1920 aus. Die Häuser wurden in der Bombennacht vom 22. Oktober 1943 zerstört. © 

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