Im Baugebiet zwischen Wolfsanger und Hasenhecke ist es stockdunkel – Stadt sagt Abhilfe zu

Stille Nacht, finstere Nacht

Schon viele Häuser, aber Laternen und ausgebaute Straßen frühestens in zwei Jahren: Darüber ärgern sich die Bewohner im Neubaugebiet Triftweg / Dessenborn zwischen Wolfsanger und der Hasenhecke. Foto:  Koch

Wolfsanger-Hasenhecke. „Wir freuen uns, wenn Vollmond ist. Dann können wir nachts wenigstens sehen, wo wir hintreten.“ So schilderte eine Anwohnerin die Lage im Neubaugebiet zwischen Wolfsanger und der Hasenhecke.

Die Forderungen der Häuslebauer nach einer provisorischen Straßenbeleuchtung waren jetzt Gegenstand eines abendlichen Ortstermins mit Vertretern des Straßenverkehrs- und Tiefbauamts. Wie zappenduster es in dem Quartier abends wird, hätte die Runde noch besser an Heiligabend beurteilen können – bei Neumond nämlich.

Schon länger schwelt bei den Anwohnern Unmut darüber, dass zwar etliche Häuser längst bewohnt sind, es aber noch Jahre dauern kann, bis Straßen und Wege hergerichtet und Laternen aufgestellt werden. Nach dem Ortstermin hat die Stadt nun zugesagt, gemeinsam mit den Städtischen Werken zu prüfen, ob an bestimmten Stellen schon mal provisorische Beleuchtungskörper angebracht werden können. Man strebe an, dies im Lauf des Januars zu organisieren, sagte Uwe Bischoff vom Straßenverkehrs- und Tiefbauamt.

Fehlende Fußgängerwege

Auch über noch fehlende Fußgängerwege klagen die Anwohner; vor allem Schulkinder seien durch regen Autoverkehr auf markierungslosen Baustraßen gefährdet.

Grundsätzlich könnten die Neubewohner keine fertige Infrastruktur erwarten, bevor das Gebiet nicht zu mindestens 90 Prozent bebaut ist, betonte Amtsleiterin Ingrid Steinbach. Es würde der Stadt immense Mehrkosten verursachen, Provisorien zu bauen, die dann in späteren Ausbauphasen wieder aufgegraben werden müssten. Die Grundstückskäufer hätten in ihren Verträgen auch unterschrieben, dass die Beleuchtung frühestens im Zuge des endgültigen Straßenausbaus komme, sagt Magistratssprecherin Petra Bohnenkamp.

Die weitere Zeitplanung der Stadt sieht so aus: Im Baugebietsteil Triftweg, wo die Lücken schon weitgehend geschlossen sind, solle in der zweiten Jahreshälfte 2012 mit dem Straßenausbau begonnen werden. Mit der Fertigstellung werde für 2013 gerechnet, im Anschluss komme der Teil Dessenborn an die Reihe.

Zur Schulwegproblematik hieß es, die Mayenfeldstraße und der Grenzweg würden eine sichere und auch beleuchtete Verbindung darstellen. Es sei auch Sache der Eltern, darauf hinzuwirken, dass ihre Kinder dort und nicht über den Triftweg zur Schule gehen. Die Stadt werde in dem Gebiet auch Tempokontrollen veranlassen.

Forderungen aus der Politik

Für die SPD im Stadtteil forderte Wolfgang Decker, es müssten schnellstmöglich Maßnahmen für mehr Verkehrssicherheit in dem Baugebiet ergriffen werden. Zumindest an den Zufahrtsbereichen müssten Tempo-30-Schilder her.

Die CDU regte an, zur Sicherheit der Fußgänger vorläufig zumindest Schotterwege anzulegen. „Dieser geringe Mehraufwand sollte der Stadt die Sicherheit der zahlreichen Schulkinder und Fußgänger wert sein“, heißt es in einer Mitteilung des Stadtbezirksverbandes.

Von Axel Schwarz

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