Autofahrer müssen Umwege fahren

Straßen sind ab Montag dicht: Sanierung in Wolfsanger beginnt 

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Asphalt statt Pflaster: Der Austausch der Oberfläche im Höheweg soll vor allem den Lärm reduzieren.

Straßen gesperrt: Die Erneuerungen des Wolfsgrabens, des angrenzenden Höhewegs sowie des Grenzwegs zwischen Stadtgrenze und Höheweg starten am Montag, 4. März.

Ab dann werden zunächst die Straßen Wolfsgraben und Höheweg voll gesperrt sein. Das gesamte Sanierungsvorhaben ist in drei Bauabschnitte geteilt. Weitere Änderungen im Sommer der Umleitungen sollen rechtzeitig bekannt gegeben werden.

Die Umleitungen

Die Straßen Wolfsangerstraße, Spiekershäuser Straße, Meierstraße, Zeppelinstraße, Triftweg und Dessenborn dienen als Umleitungen für Fahrzeuge, die stadteinwärts oder -auswärts unterwegs sind. Eine entsprechende Beschilderung soll aufgestellt werden. Anwohner können ihre Grundstücke fußläufig erreichen, mit dem Wagen sei es situationsabhängig, heißt es vom Straßenverkehrs- und Tiefbauamt. Fußgängerführungen bleiben während der Bauzeit erhalten. 

Weiterhin sei das Parken für Friedhofsbesucher in direkter Nähe zum Friedhof nicht möglich, die Erreichbarkeit zu Fuß bleibe aber erhalten. Die Buslinien 27 und 26 werden ebenfalls auf dieser Strecke Haltestellen anfahren: Verlegt wird die Bushaltestelle Wacholderweg in die Straße Dessenborn. Für die Schüler verlegt die KVG die Haltestelle Schule Wolfsanger in den Triftweg Ecke Metzelsteinstraße. Diese Haltestelle ist barrierefrei. Die Haltestelle Friedhof Wolfsanger wird verlegt in die Zeppelinstraße Ecke Mayenfeldstraße.

Das Bauvorhaben

Unter anderem wird die Fahrbahn erneuert; das Großpflaster in Höhe- und Grenzweg wird durch Asphalt ausgetauscht, um so Lärm zu reduzieren. Weiterhin ist der barrierefreie Ausbau der Bushaltestelle „Schule Wolfsanger“ geplant. Für mehr Sicherheit sollen ein breiterer Gehweg vor den Schulen und ein verengter Ortseingang sorgen. Die Bushaltestelle „Wacholderweg“ wird neuen Parkplätzen weichen; eine neue Bushaltestelle in beide Richtungen wird in der Straße Dessenborn gebaut – ebenfalls barrierefrei. 

Für Radfahrer wird bergauf, also stadtauswärts, ein eigener Radweg gebaut, bergab soll der Radverkehr mit dem Kfz-Verkehr fließen. Am Wolfsgraben werden unter anderem Straßenbelag und Beleuchtung erneuert. Sämtliche Sanierungsarbeiten sollen voraussichtlich bis Mitte Dezember abgeschlossen sein.

Die Kritik

Im Ortsbeirat entfachte erneut eine Diskussion über die Straßenausbaubeiträge, die Anwohner von rund 35 Grundstücke mit etwa 85 Wohnungen zahlen sollen. Laut Ortsvorsteher Helmut Brehm (SPD) könne die geforderte Summe mehrere Zehntausend Euro betragen. Im Herbst hatte die Stadtverordnetenversammlung entschieden, dass diese Beiträge für Anwohner entfallen. Man warte nun noch auf den Beschluss des Magistrats, sagte Brehm. In der Sitzung beschloss der Ortsbeirat, den Magistrat dazu aufzufordern, die Anwohner bei einem Wegfall der Gebühren miteinzubeziehen. 

Weitere Kritik gab es von Anwohnern, die von mehr Verkehr durch die Umleitungen betroffen sind. Häuser würden durch die Mehrbelastung beschädigt werden, hieß es. Auch hierfür gab es einen Beschluss des Ortsbeirates: Er fordert die Stadt dazu auf, in einem Beweissicherungsverfahren den Zustand der Häuser vor den Baumaßnahmen festzuhalten. Berthold Pfalzgraf vom Straßenverkehrs- und Tiefbauamt sagte, das sei ohnehin geplant.

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