Ergebnis der Obduktion liegt vor

Wasserleiche in Kasseler Fulda: Jetzt ist die Identität der toten Frau geklärt

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Der Staufenberger Ortsteil Spiekershausen: Südlich von hier wurde die Leiche der 47-Jährigen aus Kassel gefunden. 

Am Sonntag war eine Wasserleiche in der Fulda bei Spiekershausen gefunden worden. Nun ist klar: Es handelt sich um eine 47-Jährige aus Kassel. Wie sie starb, bleibt ein Rätsel.

Aktualisiert am 26. Februar um 17.45 Uhr - Die Identität der Toten ist seit Dienstag geklärt: Es handelt sich um eine 47-Jährige aus dem Kasseler Stadtteil Wesertor, wie die Polizei am Dienstagnachmittag mitteilte. Die Obduktion ergab keinen Hinweis auf ein Fremdverschulden. "Es bleibt derzeit offen, ob ein Unfall oder eine andere Ursache zugrunde liegt", heißt es in der Meldung. 

Am Dienstag wurde die Leiche in der Pathologie des Klinikums obduziert. Dabei hätten sich keinerlei Hinweise auf ein Fremdverschulden ergeben. Es sei noch offen, ob ein Unfall den Tod der 47-Jährigen verursacht hat oder eine andere Ursache infrage kommt. Dies sei nun Gegenstand der Ermittlungen des Kommissariats 11 der Kripo.

Auf welche Weise die Frau, die keine Papiere bei sich hatte, identifiziert worden ist, darüber hat die Polizei keine Angaben gemacht.

Polizeisprecher Matthias Mänz gab nur allgemeine Hinweise für solche Ermittlungen: Um eine unbekannte Leiche identifizieren zu können, gehe die Polizei in der Regel nach demselben Schema vor. Zunächst werde geschaut, ob in der Region eine Person als vermisst gemeldet wurde, auf die die Beschreibung zutrifft.

Sind – wie im aktuellen Fall – keine Ausweispapiere vorhanden, würden bei der Obduktion Fingerabdrücke und eine DNA-Probe entnommen. Dass diese zur Identifizierung führen, setze aber voraus, dass die Person zuvor polizeilich registriert worden ist, so Mänz. Über den Zahnstatus könne man auch nur jemanden identifizieren, wenn man Hinweise auf seine Herkunft habe.

Ein 59-jähriger Stand-up-Paddler aus Kassel, der mit seinem Board auf der Fulda unterwegs war, hatte die Frauenleiche am Sonntag entdeckt. Er habe an diesem Tag bewusst das Ufer abgesucht, weil er dachte, die vermisste Kaweyar aus Guxhagen finden zu können. Als er aber die Größe der Schuhe des Leichnams im Wasser gesehen habe, sei ihm klar gewesen, dass es sich nicht um die Fünfjährige handeln könne. Das Mädchen wird seit Sonntag, 17. Februar, vermisst. Bis zu seinem Verschwinden hatte es sich in Nähe der Fulda in Guxhagen aufgehalten.

Vermisste in Kassel

Aktuell sind 22 Menschen aus Stadt und Landkreis Kassel als vermisst gemeldet. Darunter befinden sich drei Vermisste, die erst in diesem Jahr verschwunden sind, so Polizeisprecher Matthias Mänz. Drei weitere wurden 2018 als vermisst gemeldet und fünf Personen 2017. Darunter würden sich auch mehrere unbegleitete minderjährige Flüchtlinge befinden. Elf Personen werden seit 2016 und davor vermisst. Über 400 Menschen aus Stadt und Kreis werden jedes Jahr als vermisst gemeldet, die meisten tauchen wieder auf.

Wasserleichen: Fälle aus der Region

In der jüngeren Vergangenheit gab es gleich mehrere ungewöhnliche Fälle mit Wasserleichen in der Region. Vor knapp zwei Jahren wurde ein Mann tot in der Fulda in der Kasseler Unterneustadt gefunden. Erst nach längeren Ermittlungen war klar: Es handelte sich um einen 26-Jährigen aus Kassel.

Im April 2018 entdeckte man im Edersee die sterblichen Überreste eines Mannes. Ein DNA-Test lieferte Gewissheit, dass die Leiche ein 26-Jähriger aus Kassel war, der bereits seit Ende Januar 2017 vermisst wurde und dessen Auto wenig später an der Sperrmauer gefunden wurde.

Und im Mai 2018 ertrank ein Flüchtling aus dem Irak im Kasseler Buga-See. Der 33-Jährige war vermisst worden. Alles deutete auf einen Bade-Unfall hin. Doch es dauerte eine Woche, bis man seine Leiche im Naherholungsbeiet im Kasseler Süden fand.

Hier wurde die Wasserleiche in Kassel gefunden

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