Frühstückscafé und Bar

Neues Lokal: Wolfsschlucht in Kassel wird zum Ausgeh-Ort

+
So soll’s mal werden: Gastro-Entwickler Ben Dost mit einem Modell des entstehenden Lokals. Die geplante Wirtschaftsterrasse im Obergeschoss zur Theaterstraße hin soll frühestens 2020 verwirklicht werden.

Wer sonst auf die Friedrich-Ebert-Straße gegangen ist, der kann demnächst auch in der Wolfsschlucht ausgehen und Party machen.

Am Rande des Florentiner Platzes in der Innenstadt entsteht nämlich ein neuer gastronomischer Anziehungspunkt: Im Haus Wolfsschlucht 19 wird die große Eck-Ladenfläche, die seit einiger Zeit leersteht, gerade umgebaut für ein Lokal, das als Frühstückscafé und Bar, als Imbissrestaurant mit Toasts und Sandwiches sowie als origineller Livemusik-Ort gleichermaßen funktionieren soll.

Hinter dem Projekt steht Ben Dost aus dem Team des Waffel-Cafés Moon am Ständeplatz, das binnen kurzer Zeit beim Publikum gut eingeschlagen ist. Wie auch dort beschreibt Dost seine Rolle als eine Art Gastro-Entwickler, der den baulichen und gestalterischen Part macht und „Läden zum Laufen“ bringt, wie er sagt. Das Lokal an der Wolfsschlucht solle etwa Ende April eröffnen und gastronomisch von Anca Vicol (bisher Moon) geführt werden. Dost will allerdings Pate für den Namen stehen: „Ben’z“ soll der neue Laden heißen.

Und der bietet überraschend viel Platz und interessante Details, wenn man sich auf der Baustelle umschaut: Nachdem Trennwände beseitigt wurden, ist ein großzügiger Raum entstanden, der nach hinten hin podestartig ansteigt. Auch entlang der Glasfront zur Theaterstraße sollen Podeste gebaut werden, damit die Gäste auf Scheibenhöhe sitzen können. „Das gefällt den Leuten“, sagt Dost, der nach eigenen Angaben 20 Jahre in der Schweiz gelebt und dort diverse Lokale und Clubs eingerichtet hat.

Großer Waffel-Test in Kassel

Begeistert äußert sich Dost über das Verhältnis mit dem Eigentümerpaar der Immobilie, das selbst im Haus wohne und auf jede erdenkliche Art die Gastro-Planungen unterstütze. Dazu gehört auch eine Attraktion, die in einem späteren Schritt, wohl nächstes Jahr, kommen soll: Zur Theaterstraße hin hat die  Immobilie nämlich eine geräumige Terrasse, die gastronomisch bespielt werden soll. Erreichbar ist sie über eine Wendeltreppe ins Obergeschoss, wo ein weiterer, etwa 30 Quadratmeter großer Bereich zu den Räumlichkeiten gehört.

Bis dies soweit ist, soll man im künftigen „Ben’z“ gleichwohl draußen sitzen können; nämlich an Außentischen oberhalb vom Florentiner Platz, dessen Umfeld sich immer stärker mit neuen Lokalen belebt.

Für Ben Dost ist es wichtig, seinen entstehenden Laden nicht in der allerwelts-trendigen, austauschbaren Anmutung zu planen, wie man es von manchen Franchise-Gastronomien kennt. Die Gestaltung werde in die Richtung wie im Moon am Ständplatz gehen – also holzig-warm, heimelig und wie eingewohnt wirkend. Jedoch solle das „Ben’z“ kein Abklatsch werden, sondern ein eigenes Profil erhalten – mit Retro-Kolorit aus den 70er- und 80er-Jahren. Aus dieser Ära hat Dost schon ein paar spannende Einrichtungsstücke gebunkert, von Kugelleuchten in Knallorange über Op-Art-Tapete bis zu Wählscheibentelefonen, die als Serviceruf funktionieren sollen. „Man muss das alles ein wenig mit Liebe machen“, meint der Gastro-Entwickler.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.