CD in Planung

Nach Sondersendung: Kassel-Lieder im Netz zum Reinhören

„Oh,mein Kassel, wie bist Du schön“: Thomas Andreas Sosna spielt im Studio von Radio HNA sein selbst komponiertes Kassel-Lied. Den Radioabend mit Kassel-Songs moderierte Daniel Ebert. Foto: Schachtschneider

Kassel. Das gab es noch nie: Eine Abendsendung im Radio, in der ausschließlich Kassel-Lieder gespielt wurden. Radio HNA (via Internet zu empfangen) hat zum Auftakt des Stadtjubiläums am Montagabend eine zweistündige Sondersendung gebracht. Wir sprachen mit Moderator Daniel Ebert.

Wie viele Lieder habt Ihr gespielt?

Daniel Ebert: Wir haben insgesamt 24 verschiedene Kassel-Lieder aufgetrieben. Das ging von René Olfens „Grüß mir die Heimat und den Herkules“, das ja auch schon in der Zeitung vorgestellt worden ist, über Songs aus den 80er-Jahren bis zum Kassel-Rap.

Hättest Du gedacht, dass es so viele Kassel-Lieder gibt?

Ebert: Nein, ich war total überrascht. Ich wusste von zwei, drei Liedern, die uns auch schon vorlagen. Aber nachdem wir einen Aufruf über die Zeitung, auf Facebook und auf unserer Internetseite gestartet haben, haben die Leute uns unglaublich viele Songs gemailt und Links geschickt. Es ist sogar eine Kasselerin, Ute Schönefeld, im Studio vorbeigekommen und hat uns eine alte Schallplatte vorbeigebracht.

Was war darauf zu hören?

Ebert: Das war eine Aufnahme mit dem Titel „Wir sind aus Kassel“ aus den 80er-Jahren von den 2 Jokaris, wie sich das Duo nannte. Die Schönefelds haben den Schlager mal auf dem Flohmarkt aufgegabelt und dann immer gern bei Partys aufgelegt.

Es gab ja auch einen Studiogast.

Ebert: Thomas Andreas Sosna hat uns live auf dem Klavier seinen selbst komponiertes Lied „Oh, mein Kassel, wie bist Du schön“ im Stil der 20er-Jahre vorgespielt. Das ist allerdings eher ein Anti-Kassel-Lied, bei dem erst in der letzten Strophe die Schönheiten Kassels gepriesen werden.

Wie kam die Sendung an?

Ebert: Ich glaube, sehr gut. Das war eine der Abendsendungen mit den höchsten Zuhörerzahlen. Viele haben offenbar gezielt eingeschaltet und sind auch bis zum Schluss drangeblieben.

Was war Dein Favorit unter den Kassel-Liedern?

Ebert: Die Band Maybebop hat uns mal bei einem Studiobesuch ein Lied zur documenta eingesungen, das ist sehr nett. Aber man muss schon ehrlich sagen, dass unter den Kassel-Liedern auch viel Schrott ist. Viele Songs sind ja auch nicht professionell auf CD eingespielt, sondern nur auf Youtube-Videos festgehalten.

Kann man die Lieder nachhören?

Ebert: Ja, die Lieder, bei denen es rechtlich erlaubt ist, stehen auf unserer Internetseite www.radiohna.de. Wir planen außerdem, eine CD mit den besten Kassel-Liedern rauszubringen. Da sind allerdings eine Menge rechtliche Absprachen nötig, das kann ein bisschen dauern. Aber auch nach dem Jubiläumsjahr hören die Kasseler ja noch gerne Lieder über ihre Stadt. In der HNA werden wir in den nächsten Wochen weitere Kassel-Lieder vorstellen. (rud)

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