Strick-Kunstwerke von Gitte Umbach sind Hingucker an der Friedrichstraße

Guerilla-Stricken an der Friedrichstraße: Wollrad unter Ringelbaum

Kunst, die anzieht: Gitte Umbach vom Ballett-Lädchen im ersten Stock hat Baum und Rad an der Friedrichstraße bestrickt. Fotos: Rudolph

Kassel. Den Baum kleidet eine riesige Ringelsocke, das Fahrrad hat ein pinkes Wollkleid bekommen: Die farbenfrohen Strick-Kunstwerke an der Friedrichstraße ziehen seit Wochen die Blicke auf sich und sind ein beliebtes Fotomotiv von Passanten. Auch HNA-Leser Wolf Neetzow hat sich schon gefragt, wer für den schönen Hingucker verantwortlich ist.

Es ist Gitte Umbach, Inhaberin des Ballett-Ladens „Spitze“ im ersten Stock des Hauses, vor dem die Strick-Kunst steht. Die Ummantelung für den Baum hat sie bereits im August angebracht, das Fahrrad ist vor zwei Wochen fertig geworden.

Inzwischen nutzt die 48-Jährige das Rad auch als Werbeträger und behängt es zu den Öffnungszeiten ihres Ladens mit Tutu-Kleidchen oder gestrickten Ballettschuhen. In erster Linie habe sie aber etwas schaffen wollen, was die Menschen zum Lächeln bringt, sagt die gebürtige Dänin, die seit über 20 Jahren in Deutschland lebt. „Kassel ist ja manchmal nicht so farbenfroh.“ Außerdem sei es lustig, aus dem Fenster zu beobachten, wie die Leute auf das Kunstwerk reagieren.

Guerilla-Stricken wird der Trend, Gegenstände zu bestricken, genannt. In Kassel gab es eine erste Aktion beim Freiwilligentag vor zwei Jahren, als die Säule vorm Freiwilligenzentrum an der

Strickt auch mal Socken oder Schals: Gitte Umbach.

Spohrstraße verschönert wurde. Da strickte Gitte Umbach ebenso mit wie beim vorigen Freiwilligentag, als die Unitarier den Balkon ihres Hauses an der Kölnischen Straße in Wolle kleiden ließen.

Für Poller am Scheidemannplatz hat die lebhafte Frau - die übrigens auch ganz klassisch Socken und Schals im Strick-Repertoire hat - ebenfalls schon einen Umhang angefertigt, der aber schnell wieder verschwunden war. Sie hofft, dass ihre Strick-Kunst an der Friedrichstraße nicht das gleiche Schicksal ereilt.

Von Katja Rudolph

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