In Stadt und Landkreis sind 216 300 Pkw zugelassen

Zahl der Autos in Kassel nimmt stetig zu

Kassel. Die steigenden Spritpreise führen nicht dazu, dass die Menschen vom Autokauf zurückschrecken und ganz auf Bus und Bahn umsteigen: Anfang 2012 waren in Kassel und im Landkreis 216 300 Pkw zugelassen. Damit stieg ihre Zahl innerhalb eines Jahres um 3200 Autos.

Der Trend hält schon länger an: Im Vergleich zum Jahr 2009 sind es sogar 9000 Autos mehr. Nach Ansicht des Kasseler Verkehrsforschers Carsten Sommer ist der Effekt nicht allein auf die leichte Bevölkerungszunahme in der Stadt zurückzuführen.

Vor allem Diesel-Pkw waren gefragt: Von ihnen wurden 2011 fünf Prozent mehr als im Vorjahr angemeldet. Ihr Bestand macht 26 Prozent der Pkw-Flotte in Stadt und Landkreis aus. Die Zahl der Benziner blieb zuletzt fast konstant. Für Verkehrsexperte Sommer von der Uni Kassel ist die Zunahme der Diesel-Autos ein Indiz dafür, dass im Zuge des wirtschaftlichen Aufschwungs auch mehr Dienstwagen angeschafft wurden. Ein Diesel sei bei starker Nutzung günstiger.

Trotz Zunahme des Individualverkehrs gibt es einen positiven Effekt für die Umwelt: Binnen eines Jahres sind 6600 Autos der alten Schadstoffklassen (Euro-1- und Euro-2-Norm) von den Straßen verschwunden und wurden durch Neu- oder moderne Gebrauchtwagen ersetzt. Das Geschäft mit Elektroautos und anderen alternativen Antrieben wie Gas kommt hingegen nur langsam in Gang: Nur 1,4 Prozent aller Pkw sind mit diesen Motorarten unterwegs.

Der wachsende Fuhrpark ist für den Staat ein gutes Geschäft: Ein Liter Benzin ist mit Steuern (Mineralöl- und Mehrwertsteuer) von etwa 90 Cent belastet (Diesel 69 Cent). Die Menschen in Stadt und Landkreis Kassel lassen – wenn man die bundesweiten Durchschnittswerte der Jahreskilometerleistung und des Verbrauchs von Diesel und Benzin anlegt – 182 Mio. Euro Steuern an der Tankstelle. Hinzu kommen die Steuern aus dem Verbrauch der Lkw und Zweiräder.

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