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Zahl der Geflüchteten in Kassel steigt

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Von: Christina Hein

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Flüchtlingsunterkunft am Platz der Deutschen Einheit
Eine Flüchtlingsunterkunft am Platz der Deutschen Einheit © Axel Schwarz

Mehr Geflüchtete als in einem vergleichbaren Zeitraum zuvor sind seit Oktober nach Kassel gekommen. Allein in den zurückliegenden drei Monaten hat die Stadt insgesamt 166 Personen ein neues Zuhause gegeben.

Das sind fast so viele Geflüchtete, die gekommen sind, wie im gesamten Dreivierteljahr davor: Von Januar bis September kamen insgesamt 173 Personen. Im Jahr 2020 waren es 139 Geflüchtete, und 2019 gab es 200 Zuweisungen. Im vierten Quartal hat sich die Zahl der Geflüchteten, die das Land Hessen der Stadt Kassel für eine Unterbringung zugewiesen hat, deutlich erhöht

Die Stadt Kassel reagiert auf diese Entwicklung unter anderem mit der Einrichtung einer neuen Flüchtlingsunterkunft, die zurzeit im Stadtteil Vorderer Westen entsteht. Nach Abschluss der Sanierung wird die neue Unterkunft am Karl-Marx-Platz ab April 2022 bis zu 67 Plätze für geflüchtete Menschen bieten. Einzelne Wohneinheiten können im Bedarfsfall bereits ab dem 1. Februar genutzt werden, sagte Bürgermeisterin Ilona Friedrich.

Zum größten Teil kommen die Menschen im vierten Quartal aus Afghanistan (51), aus Syrien (35), aus dem Irak/Iran (22) und Somalia (27). „Aufgrund der aktuellen Entwicklung gehen wir davon aus, dass sich die Zahl der aufzunehmenden Geflüchteten in 2022 auf diesem Niveau einpendelt oder weiterhin erhöht“, sagt dazu Bürgermeisterin und Sozialdezernentin Ilona Friedrich. Das Land Hessen hat darauf bereits mit einem Ausbau der Erstaufnahme-Plätze reagiert. „Die Unterbringung der bei uns vor Krieg und Verfolgung Schutz suchenden Menschen beschäftigt uns als Stadtverwaltung in ganz besonderer Weise“, so Friedrich. In Kassel würden die Planungen „stetig bedarfsgerecht angepasst“. Man befinde sich in ständigem Kontakt mit den Kooperationspartnern wie Vermieter und Betreiber bereits bestehender Unterkünfte oder dem Caritasverband Nordhessen-Kassel, „um die Menschen gemeinsam unterstützen und integrieren zu können“, so Friedrich.

Eine neue Quotierung des Landes für das erste Quartal 2022 lägen noch nicht vor, so Friedrich. Für die erste Kalenderwoche seien der Stadt Kassel jedoch bereits 22 weitere Personen zugewiesen worden. Aktuell könnten weitere 100 Personen untergebracht werden. Gespräche zu neuen Unterbringungsmöglichkeiten liefen bereits.

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