Stadt benötigt 101 neue Mitarbeiter

Zahl der Kasseler Rathaus-Beschäftigten soll auf Höchstwert steigen

Kassel. 2772 Mitarbeiter will die Stadt Kassel im nächsten Jahr beschäftigen. Sie plant mit 101 Stellen mehr als im Vorjahr. Das wäre der höchste Personalstand seit Jahrzehnten.

Gegenüber dem niedrigsten Wert der 2000er-Jahre (2008: 2298 Beschäftigte) soll im kommenden Jahr die Zahl des Rathaus-Personals um 474 Stellen höher ausfallen.

Neue und zusätzliche Aufgaben sind der Grund für die Ausweitung des Stellenplans. Gesucht werden unter anderem Erzieherinnen für die mehr als 500 geplanten zusätzlichen Kita-Plätze und Feuerwehrleute zur Einhaltung der immer umfangreicheren Sicherheitsbestimmungen. Die Verwaltung stockt vor allem die Bereiche Ordnung und Sicherheit (Bürgeramt/Feuerwehr) mit insgesamt 33 Stellen und den Bereich Jugend mit insgesamt 48 Stellen auf, sagt Stadtsprecher Claas Michaelis. Insgesamt werden im kommenden Jahr 107 Stellen neu eingerichtet, sechs Stellen werden abgebaut.

Mehr Mitarbeiter kosten mehr Geld: Im Haushalt 2018, über den die Stadtverordneten am heutigen Montag beraten werden, sind deshalb 3,7 Millionen Euro für die neuen Stellen veranschlagt. Die von der Stadt selbst nicht steuerbaren Kostensteigerungen, vor allem durch Tarif- und Besoldungserhöhungen, machen laut Michaelis weitere 4,96 Millionen aus. Insgesamt geht die Stadt Kassel für 2018 von Personalaufwendungen in Höhe von 196 Millionen Euro aus – das ist einer der größten Ausgabeblöcke überhaupt. Für 2017 wird mit rund 186 Millionen Euro gerechnet.

Im Vergleich der hessischen Großstädte ergab sich für die Stadt Kassel bei den Personal- und Versorgungsaufwendungen je Einwohner der niedrigste Wert. Nach einer Prüfung des Landesrechnungshofs im Jahr 2014 verzeichnete Kassel 2,8 Vollzeitstellen pro 1000 Einwohner. Dieser Wert lag für Frankfurt bei 3,8, für Darmstadt bei 3,3, für Offenbach bei 3,1 und für Wiesbaden bei 3,5.

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