Zeit für etwas Sinnvolles

Carolin Bräuer absolviert im Naturpark Habichtswald Ökologisches Jahr

Mag die Natur: Carolin Bräuer (20) absolviert beim Naturpark Habichtswald derzeit ein Freiwilliges Ökologisches Jahr. Die Caldenerin, die zur Arbeit auch Hündin Kira mitbringen darf, kann die Tätigkeit jungen Menschen nur empfehlen. Foto: Thon

kassel. Sie hat Nistkästen gezimmert, in der Tischlerei des Betriebshofes in Oberzwehren gearbeitet und im Shop auf dem Dörnberg den Foyerdienst übernommen. Carolin Bräuer absolviert seit August ein Freiwilliges Ökologisches Jahr (FÖJ) im Naturpark Habichtswald.

Das Jahr ist noch nicht vorüber, doch schon jetzt kann sie jungen Leuten nur empfehlen, es ihr gleich zu tun.

Nach ihrem Abitur an der Jacob-Grimm-Schule in Kassel war die junge Frau unschlüssig. Studieren – ja, aber was? Eine besondere Beziehung zur Natur hatte Carolin Bräuer, die in Calden lebt, schon immer. Also gab sie sich ein Jahr Zeit fürs Überlegen und arbeitete dazu parallel für den Naturpark. Und während sie die Parkplätze von zurückgelassenem Müll säuberte, Wanderwege freischnitt, Markierungen an den Bäumen auffrischte und ein Wildkatzen-Diorama baute, kam sie der Antwort auf die Frage nach der Zukunft ein Stück näher. Zumindest kennt sie jetzt die Richtung. „Ökosystem-Management, Biodiversität oder Landschaftsarchitektur kann ich mir vorstellen zu studieren“, sagt sie.

An Tagen, an denen sie das Ergebnis ihrer Arbeit deutlich sehen kann, ist sie besonders zufrieden. „Wenn ich im Naturpark-Shop viel verkauft habe, freut mich das“, sagt Carolin, die sich für den Job beim Naturpark Habichtswald gegen 20 Mitbewerber durchgesetzt hat.

Waldjugendspiele

Momentan arbeitet sie an einem eigenen Programmpunkt für die Waldjugenspiele, an denen sich im Mai und Juni einige Schulen aus dem Landkreis Kassel beteiligen werden. Carolin Bräuer findet Gefallen daran, die Verantwortung zu übernehmen, die ihr für Projekte übertragen wird. Immer wieder kommt sie mit Besuchern in Kontakt, freut sich, wenn sie am Telefon Fragen von Anrufern beantworten und ihnen helfen kann.

Auch schwierige Zeiten, in denen das Naturparkzentrum personell dünn besetzt war, hat sie gemeistert und positives Feedback bekommen.

Das FÖJ wird begleitet von verschiedenen Block-Seminaren. In denen geht es um Nachhaltigkeit, ökologische Themen, Energie und Ernährung. Was empfiehlt sie jungen Leuten, die ebenfalls ein FÖJ absolvieren wollen? „Sie sollten nicht faul sein und den Kopf voller Ideen haben“, lacht die 20-Jährige. Und sie sollten sich gern draußen aufhalten, einen Bezug zur Natur und zur Region haben. Von Vorteil sei zudem eine gewisse Kommunikationsfreudigkeit. Wer mit einem Platz beim Naturpark Habichtswald liebäugelt, sollte einen Führerschein besitzen und über ein Auto verfügen.

Bewerbung: Naturschutz-Akademie Hessen, Friedenstraße 26, 35578 Wetzlar, Tel.: 06441-92480-0. u.steinweg@na-hessen.de

Von Antje Thon

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