Veranstaltungen fallen aus

Zeitdruck vor Theaterstart: Sanierung im Opernhaus verzögert sich

Arbeiten unter Hochdruck: Im Opernhaus wird derzeit die Portalbrücke saniert. Daran ist - für das Publikum unsichtbar - wichtige Technik befestigt. Weil sich die Arbeiten verzögert haben, muss die Premiere des „Rosenkavalier“ um einen Tag verschoben werden. Um keine Zeit mehr zu verlieren, wird jetzt im Drei-Schicht-Betrieb gearbeitet. Foto: Schachtschneider

Kassel. Kurz vor dem Start der Theatersaison gibt es Stress im Opernhaus. Weil Sanierungsarbeiten an der Opernbühne in Verzug geraten sind, ist der Zeitplan des Staatstheaters ins Wanken geraten. Die Premiere für den „Rosenkavalier“ musste daher bereits um einen Tag auf den 12. Oktober verschoben werden.

Zwei kleinere Veranstaltungen im Opernhaus fallen aus. Das Theaterfest am kommenden Sonntag findet - mit kleinen Programmänderungen - planmäßig statt.

Lexikonwissen:

Das Opernhaus im Regiowiki

Die Arbeiten im Opernhaus hätten eigentlich schon fertig sein sollen, sagt Staatstheater-Intendant Thomas Bockelmann. Wegen Lieferproblemen habe die beauftragte Firma die vereinbarten Termine aber nicht einhalten können. Dadurch sei auch der Probenplan durcheinandergeraten. Eigentlich sollten Darsteller und Orchester bereits im Opernhaus proben. „Uns fehlt eine Woche“, sagt Bockelmann.

Da es für Wartungs- und Sanierungsarbeiten immer nur das enge Zeitfenster der Theaterferien gebe - sonst sind die Bühnen ja nahezu pausenlos im Betrieb -, würden Verzögerungen leider schnell zum Problem, erklärt der Intendant. Um nun keine Zeit mehr zu verlieren, werde im Drei-Schicht-Betrieb im Opernhaus gearbeiet, Ende der Woche solle nun voraussichtlich alles fertig werden.

Thomas Bockelmann

Auch das Theaterpersonal wird, sobald die Bühne wieder frei ist, unter Hochdruck arbeiten. Mit dem Betriebsrat sei vereinbart, dass wegen der Ausnahmesituation auch Sonntags und am Feiertag zum Tag der Deutschen Einheit geprobt werden darf. Schließlich wolle man alles daran setzen, dass die Premiere - immerhin nur um einen Tag verschoben - gehalten werden könne. Denn sonst fingen im Dominoeffekt weitere Termine an zu Wackeln. Bockelmann bleibt trotz der Umstände gelassen: „Wenn Theaterleute nicht improvisieren können- wer dann?“

Das Publikum wird von den Erneuerungen an der Opernbühne übrigens nichts sehen: Die über 50 Jahre alte Portalbrücke musste saniert werden. Diese befindet sich hinter dem Bühnenportal (die Öffnung der Bühne zum Publikum), an ihr ist wichtige Technik befestigt - zum Beispiel Scheinwerfer, Lautsprecher sowie die Spinkleranlage. Die Gesamtkosten für die Sanierung ist nach Angaben des Staatstheaters mit 600 000 Euro veranschlagt. Ob und in welcher Höhe Mehrkosten entstehen und wer dafür aufkommt, sei noch nicht geklärt.

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