Ermittler: "Kein Fehlverhalten festgestellt"

Tod in Zelle: Beamten tragen keine Mitschuld

Kassel. Ein Ermittlungsverfahren gegen Bedienstete der Justizvollzugsanstalt Kassel I in Wehlheiden wegen des Todes eines 54-jährigen Häftlings ist von der Staatsanwaltschaft abgeschlossen worden. Das Ergebnis: Die Beamten hatten keine Mitschuld an dem Tod eines Häftlings.

Am 23. Februar dieses Jahres war ein 54-jähriger spanischer Häftling in der JVA Kassel I gegen 7 Uhr tot in seinem Haftraum aufgefunden. Nach dem Ergebnis der Obduktion starb der Mann eines natürlichen Todes.

Lesen Sie auch:

+ Enthüllung: JVA-Toter war ein wichtiger Zeuge

+ JVA-Wehlheiden-Prozess: Ältere Akten liegen im Keller

+ Täter gesteht Tötung in Kasseler Gefängnis

In der Presse war anschließend darüber berichtet worden, ob von Justizvollzugsbediensteten möglicherweise ein Notruf des Mannes ignoriert wurde und sein Tod gegebenenfalls hätte verhindert werden können (HNA berichtete).

Dieser Frage sei dann auch in einem Todesermittlungsverfahren nachgegangen worden. „Die Ermittlungen haben insoweit jedoch keinerlei Fehlverhalten der JVA-Bediensteten ergeben; insbesondere nicht, dass der Tod des Häftlings durch Mitarbeiter der JVA hätte verhindert werden können“, sagt Dr. Götz Wied, Sprecher der Staatsanwaltschaft Kassel.

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.