Montag wurde am Erweiterungsbau Richtfest gefeiert

Zentralmensa hat bis Oktober geschlossen

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Mensa-Anbau nimmt Gestalt an: Im neuen Speisesaal entlang der Ahna entstehen 430 zusätzliche Sitzplätze.

Kassel. Ab sofort heißt es Fertigpizza statt Mensa-Menü: Seit Montag hat die Küche der Zentralmensa wegen des Umbaus geschlossen. Essen kann man in dem Kuppelbau zwar noch. Aber die Köche und Mitarbeiter des Studentenwerks müssen auf schnelle Küche umstellen.

„Es darf nicht so aufwändig sein“, sagt Jörg Schüssler, der gerade Tiefkühl-Bamigoreng im Wok auf einem mobilen Herd heiß macht. Auf Qualität und guten Geschmack lege man aber auch in der Übergangsküche wert, betont der Koch.

In der Mensaküche arbeiten jetzt die Handwerker. Während der dreimonatigen Schließung hat das Studentenwerk die Kapazitäten in den anderen gastronomischen Einrichtungen ausgeweitet. Außerdem gibt es einen Imbisswagen und eine mobile Hot-Dog-Station auf dem Campus.

Während die Bauarbeiten mit der Schließung erst jetzt deutlich spürbar für die Studenten und Mensa-Gäste sind, hat der neue Anbau entlang der Ahna bereits Gestalt angenommen. Gestern wurde Richtfest für das 12,4-Millionen-Euro-Projekt gefeiert. Unter anderem wegen stark gestiegener Stahlpreise fallen die Kosten etwa 1,5 Mio. Euro höher aus als ursprünglich kalkuliert.

Improvisierte Küche: Mensa-Koch Jörg Schüssler bereitet Bamigoreng in der provisorischen Küche zu. Eine Portion bestellt hat gerade Andreas Debertin, der gestern Mittag zu Gast in der Zentralmensa war. Foto: Fischer

Der Entwurf stammt aus der Feder von Prof. Georg Augustin (Augustin und Frank Architekten, Berlin), der an der Uni Kassel lehrt. Die Stahl-Glas-Konstruktion des Anbaus schwebt dabei wie eine Brücke über dem logistisch wichtigen Betriebshof der Mensa.

Im Oktober soll die Essensausgabe, die dann doppelt so groß sein wird wie vorher, wieder in Betrieb gehen. Die Eröffnung des neuen Speisesaals entlang der Ahna, in dem 430 zusätzliche Sitzplätze entstehen, ist für Dezember geplant. Mehr als 1000 Menschen können dann gleichzeitig in der Mensa speisen. Für bis zu 4700 Mahlzeiten am Mittag reichen die erweiterten Kapazitäten künftig.

Ursprünglich war die 1988 erbaute Mensa für bis zu 2400 Essen am Tag konzipiert, sagte Thomas Lehmann, stellvertretender Geschäftsführer des Studentenwerks. Seit Jahren werden aber bereits bis zu 3500 Gäste täglich verpflegt.

Dass an einer Hochschule nicht allein Forschung und Lehre zählen, brachte Wissenschaftsministerin Eva Kühne-Hörmann mit einem Augenzwinkern zum Ausdruck. Die Mensa sei ein Bereich, „an dem die Zufriedenheit mit der Universität fast am meisten gemessen wird“.

Uni-Präsident Prof. Rolf-Dieter Postlep betonte, dass die Bauprojekte auf dem Campus, der sich künftig weiter nach Norden ausdehnt, nicht nur für die Hochschule von Bedeutung seien, sondern für die Nordstadt und die gesamte Regionalentwicklung. Vorige Woche fiel der Startschuss für den Bau einer Uni-Kita sowie eines neuen Studentenwohnheims. Kommende Woche wird der Grundstein für das neue Hörsaal- und Campus-Zentrum gelegt.

Von Katja Rudolph

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