Sollten die Gespräche mit der Kurfürsten-Galerie scheitern, sucht Mövenpick einen anderen Standort in der Stadt

„Ziel ist, das Hotel in Kassel zu behalten“

Fühlt sich wohl in der Kurfürsten-Galerie und möchte gern dort bleiben: Daniel Pahl, neuer Manager des Mövenpick-Hotels, ist vom Standort Kassel überzeugt. Foto: Koch

Kassel. Zum 31. Dezember 2011 soll das Mövenpick Hotel in der Kurfürsten-Galerie schließen. So wurde es im Dezember verkündet. Jetzt überrascht der Hotel-Konzern mit der Vorstellung eines neuen Hotelmanagers, der ankündigt: „Wir wollen in Kassel bleiben.“

Seit einer Woche leitet Daniel Pahl das Haus. Der gebürtige Kasseler, der in Paderborn Betriebswirtschaft studierte und sein Studium mit einem Job als Nachtportier in dem Hotel finanzierte, macht nicht den Eindruck eines Managers, der gekommen ist, um in den nächsten zwei Jahren ein Hotel mit 128 Zimmern, Bankettsälen, Tagungsräumen und einem Restaurant abzuwickeln.

Im Gegenteil. „Wir sind das einzige Vier-Sterne-Haus in der Innenstadt und mein Ziel ist, dass ein solches Hotel weiterhin in Kassel bleibt.“

Pahl verweist darauf, dass Mövenpick nicht gekündigt habe, sondern der Pachtvertrag seitens des Hauseigentümers, der Kurfürster Immobilien GmbH, nicht verlängert wurde. „Die möchten die Pacht erhöhen“, sagt Pahl, „aber das macht Mövenpick nur mit, wenn in den Standort auch investiert wird.“ Darüber will man erneut verhandeln. Sollte keine Einigung erzielt werden, will man nach einem anderen Platz für ein Hotel in Kassel Ausschau halten.

Die Ankündigung Pahls kommt überraschend, denn Mövenpick-Vizepräsident Ola Ivarsson hatte noch im Dezember für den Hotel-Konzern verkündet: „Wo Pachtverträge enden, gehen wir raus.“ Gemeint waren damit die Hotels in Neu-Ulm, Stuttgart, Lübeck und Kassel. Der Top-Manager war gestern für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

Mövenpick-Regionalleiter Joost Smeulders jedenfalls sieht die Situation wie Pahl: „Wir haben steigende Übernachtungszahlen und arbeiten hier mit vielen international operierenden Unternehmen zusammen. Schon deswegen müssen wir in Kassel bleiben.“

Überrascht von der Entwicklung zeigte sich gestern auch Kurfürsten-Galerie-Center-Manager Jörg Meiners. „Von einem neuen Mövenpick-Angebot habe ich noch nichts gehört. Vielleicht kommt es ja in den nächsten Tagen.“

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