Der Kanadier Hugo Noël tritt ab 20. Dezember auf

Flic-Flac-Festival der Artisten: Zirkusstar dreht am Rad

Kassel. Auf den kanadischen Artisten Hugo Noël kann man sich freuen. Der 28-Jährige hat nicht nur den passenden schönen Namen zur festlichen Flic-Flac-Show, denn Noël heißt auf Französisch Weihnachten. Hugo Noël aus Québec ist vor allem ein faszinierender Ausnahme-Artist mit einer ungewöhnlichen Vita.

Im schwarz-gelben Flic-Flac-Zelt auf dem Friedrichsplatz ist er beim „Festival der Artisten“ gleich in drei Nummern präsent: als Trampolin-Springer der „Catwall-Acrobats“, auf dem Schleuderbrett mit den „Teater-Boys“ und vor allem als Solo-Künstler auf einem dem Rhönrad verwandten Zirkus-Gerät namens „Cyr-Rad“.

Hugo Noël

Jeder Muskel seines athletischen Körpers ist angespannt, wenn er rollend in seinem Riesenrad durch die Manege zu schweben scheint. Das Besondere: Hugo hat nicht nur die Choreografie kreiert, sondern er entwickelt auch alle seine Gerätschaften selbst. Das fällt ihm leicht, denn das hat er studiert: Maschinenbauingenieur. Zur Akrobatik kam er zufällig: Während des Studiums in der Stadt Québec habe er gegenüber einer Zirkus-Schule gewohnt, erzählt er. Es habe ihn zunächst lediglich gereizt, da hineinzuschnuppern. Im Hinterkopf hatte er den Traum von einem Stuntman-Job beim Fernsehen.

Der athletische Akrobat Hugo Noël verzaubert sein Publikum mit einer Choreografie am Cyr-Rad. Foto: Koch

Sportlich und durchtrainiert war er von Jugend an. Zuletzt spielte Noël in der kanadischen Volleyball-Nationalmannschaft. Und so entwickelte er, der nie etwas mit Zirkus zu tun hatte, in Nullkommanichts ein außergewöhnliches Talent für die Manege. In der Rekord-Zeit von nur drei einhalb Jahren entfaltete sich Hugo zu einem weltweit gefeierten Zirkus-Artisten. Montecarlo, Roncalli, Krone, Wintergarten - kein berühmter Zirkus, kein renommierter Auftrittsort, wo er nicht gefeiert wurde. Inzwischen managt Noël für seine Gala-Auftritte ein kleines Unternehmen mit einem Dutzend Mitarbeitern. Seine gutbürgerliche Familie - Vater Maschinenbauingenieur, Mutter Krankenschwester - hat sich inzwischen an Hugos Künstlerkarriere gewöhnt und ist stolz auf den Sohn. Aber was heißt schon gutbürgerlich? Abenteuerlust wurde ihm in die Wiege gelegt. Schon als Kind habe er zusammen mit seiner Familie sechs Monate im Jahr auf einer Segelyacht in exotischen Gefilden verbracht. Und das Segeln, so verrät er, sei neben der Akrobatik seine große Leidenschaft geblieben.

Vom 20. Dezember bis 13. Januar gastiert Flic-Flac mit dem „4. Festival der Artisten“ auf dem Friedrichsplatz. Vorstellungen: täglich 16 und 20 Uhr. Premiere: 20. Dezember, 20 Uhr. Karten an der Zirkuskasse, in allen HNA-Geschäftsstellen und beim HNA-Kartenservice unter 05 61/ 203 204, online: www.flicflac.de

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