Anna-Lena Knauf repräsentiert neben Prinzessin und Fullenixe den Zissel

Eine Königin nicht nur am Ruder: Sie steht an der Spitze des Zissel-Dreigestirns

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Sie steht an der Spitze des Dreigestirns: Die Ruderin Anna-Lena Knauf wurde zur Zisselkönigin 2017/2018 gewählt.

Kassel. Anna-Lena Knauf ist Zisselkönigin. Uns hat sie erzählt, wie sie sich auf das Fest Anfang August vorbereitet und warum sie genau die Richtige für den Job ist.

Sie muss gar nicht über die Frage nachdenken, ob sie sich vorstellen könnte, in einer anderen Stadt außer in Kassel zu leben. „Nein“, ist die prompte Antwort der 23-Jährigen. Einerseits sei Kassel schon eine Großstadt, andererseits doch überschaubar. Das gefalle ihr. Zudem liebt die gelernte Rechtsanwalts- und Notarfachangestellte, die in einem Unternehmen im Landkreis Kassel arbeitet, die Fulda.

Von daher passt es sehr gut, dass Anna-Lena Knauf im Juni zur neuen Zisselkönigin gewählt wurde. Bei der Wahl im Nautic-Club überzeugte die Kasselerin das Publikum mit ihrer sympathischen Art und einem dreifachen „Fullewasser, Fullewasser hoi, hoi hoi!“ gleich zu Beginn ihrer Vorstellung. „Ich bin nicht auf den Mund gefallen“, sagt Anna-Lena Knauf. Das sei beim Publikum wohl gut angekommen.

Durch ihr Hobby ist sie zum Zissel gekommen: Seit zwei Jahren ist Anna-Lena Knauf Mitglied beim Ruderverein Cassel 2010 (RVC), durch den sie auch auf die Wahl zur Zisselhohheit aufmerksam geworden ist. „Eigentlich wollte ich Fullenixe werden“, sagt die junge Frau. Aber dieses Amt war bereits an Sarah Klankers vergeben worden. So stellte sich die Ruderin der Wahl zur Königin und gewann vor Vanessa Wojciechowski, die ihr als Prinzessin zur Seite steht. Egal ob Königin, Prinzessin oder Nixe – das mache keinen hierarchischen Unterschied. „Wir sind ein Dreigestirn und verstehen uns als Team.“

Die Momente, die Anna-Lena Knauf als neue Königin bereits erleben durfte, sind nach ihrer Aussage „einmalig und kaum zu beschreiben“. Sie freut sich vor allem darauf, das Hissen des Zissel-Härings und den Wasserfestzug dieses Jahr aus einer anderen Perspektive miterleben zu dürfen. Zudem ist sie sehr gespannt darauf, viele neue Leute kennenzulernen. So wie Ministerpräsident Volker Bouffier, bei dem sie zum Empfang nach Wiesbaden eingeladen wird, oder Oberbürgermeister Christian Geselle. „Für den wird das doch auch etwas Besonderes sein, der erste Zissel als Oberbürgermeister. Daran wird er sich lange erinnern“, sagt die 23-Jährige.

Dem Oberbürgermeister wird die Königin aber keine Tipps geben, was er in der Stadt besser machen könnte. „Ich würde in Kassel gar nichts ändern. Ich fühle mich hier wohl, wie es ist“, sagt die 23-Jährige, die in Wolfsanger aufgewachsen ist und hier auch noch lebt. Für die Hoheit der schönste Stadtteil Kassels.

Von ihrer Familie und von ihrem Freund bekomme sie tatkräftige Unterstützung für ihr neues Amt. Wenn in einem Jahr ihre Zeit als Königin abgelaufen ist, kann sie sich gut vorstellen, sich weiterhin ehrenamtlich für den Zissel zu engagieren.

Und wie bereitet sie sich für das große Fest am nächsten Wochenende, 4.  bis 7. August, vor? Für den Drachenboot-Cup habe sie schon fleißig Paddeln geübt, verrät die Königin. Ansonsten mache sie sich aber keine Gedanken über eine Vorbereitung, wie zum Beispiel „Ausdauertraining oder lange wach halten“.

Von Ann-Cathrin Bernhardt und Ulrike Pflüger-Scherb

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