Vellmarerin ist Repräsentantin des Festes

Die 24-jährige Königin Victoria regiert den Zissel

Auf dem Sprungbrett: Die neue Zisselkönigin Victoria Faber macht eine gute Figur im Kasseler Auebad. Foto:  Fischer

Kassel. Einmal im Leben wolle sie sich wie eine Prinzessin oder Königin fühlen. Einen royalen Vornamen hat sie ja bereits, wenn man nur mal nach Schweden schaut. Victoria Faber ist kürzlich zur neuen Zisselkönigin gewählt worden.

„Wo kann man sonst schon so pompöse Kleider tragen?“ fragt die 24-Jährige.

In den prächtigen Kleidern kann sich die junge Frau schon bestens bewegen. Als sie am Wochenende in der Jury beim Sprungturm-Wettbewerb im Auedamm saß, kletterte sie damit mühelos auf das Drei-Meter-Brett. Strahlendes Lächeln, ein wahrer Profi vor der Kamera.

Mit dem Gedanken, das größte nordhessische Volks- und Wasserfest als Königin zu repräsentieren, hat sich Victoria Faber schon seit Jahren getragen. Ihr Vater habe sie öfters animiert, sie solle sich doch bewerben. „Durch meine Ausbildung in der Gastronomie habe ich das zeitlich aber nicht hingekriegt“, sagt die 24-Jährige, die in der „Pfeffermühle“ in Niederzwehren Restaurantfachfrau gelernt hat. Mittlerweile arbeitet sie bei einer Autovermietung in Kassel. Da lassen die Arbeitszeiten das Hobby Zisselkönigin zu.

Von den schönen Kleidern einmal abgesehen, freue sie sich als Königin viele verschiedene Menschen kennenzulernen, die sie ohne das Amt vielleicht nicht treffen würde. Victoria Faber geht auf Menschen zu und sagt offen, was sie denkt. Wenn sie als Königin in Kassel wirklich etwas zu sagen hätte, dann würde sie die Parkgebühren senken. „Und an Schulen müsste das Parken kostenfrei sein.“ Es habe sie immer genervt, dass sie als Schülerin der Knipping-Schule Parkgebühren zahlen musste.

Ansonsten mag die junge Frau, die in Thüringen geboren und in Kassel aufgewachsen ist, die besonderen Orte der Stadt: Den Bergpark mit Herkules und Löwenburg, die Orangerie und natürlich die Fulda.

Dabei lebt die 24-jährige Single-Frau gar nicht mehr in Kassel, sondern mit ihren Eltern, zu denen sie ein ganz enges Verhältnis hat, in Vellmar. Silke und Mario Faber waren natürlich auch bei der Wahl dabei. „Als ich gewonnen habe, hat sich meine Mutter sehr gefreut und mein Vater war total stolz.“ Sie selbst sei perplex gewesen, dass sich die Jury für sie entschieden hat. Denn die Zweitplatzierte, Prinzessin Ann-Christin Kitzinger, habe einen großen Fanclub vom Karneval dabei gehabt.

Mittlerweile spiele es aber keine Rolle mehr, wer Prinzessin oder Königin sei, sagt die 24-Jährige. Zusammen mit Fullenixe Inga-Lena Bonn seien sie doch ein Team, das sich gegenseitig unterstützt. Das ist wohl auch erforderlich: Das Dreigestirn hat eine anstrengende Zeit mit wenig Schlaf vor sich.

Der Zissel wird vom 1. bis zum 4. August an der Fulda gefeiert.

Von Ulrike Pflüger-Scherb

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