Kriegsmunition

Zissel erstmals nicht im Wäldchen bei Hessenkampfbahn

Kassel. Erstmals wird beim Zissel das Gelände unter den Bäumen zwischen der Hessenkampfbahn und dem Auedamm nicht für einen Biergartenbetrieb mit Bewirtungsständen genutzt.

Der Grund: Es könne nicht ausgeschlossen werden, dass dort in tieferen Schichten immer noch Kriegsmunition verborgen liegt, hieß es am Freitag auf HNA-Anfrage bei der dort zuständigen Museumslandschaft Hessen Kassel (MHK).

Oberflächlich sei das Gelände inzwischen sondiert worden, sagte MHK-Sprecherin Natascha Callebaut. Da der Boden dort aber völlig von Baumwurzeln durchzogen sei, habe der Kampfmittelräumdienst mit dem Spaten suchen müssen und nur bis 30 Zentimeter Tiefe gehen können. „Alle gründlicheren Methoden würden die Bäume dort zerstören“, sagte die MHK-Sprecherin.

Laut Kampfmittelräumdienst bestehe kein Risiko, wenn Menschen auch in größerer Zahl die Fläche betreten. Auch Bierbänke könnten dort prinzipiell aufgestellt werden. Für Fahrzeuge, Verkaufswagen und sonstiges schweres Gerät sowie für Befestigungen im Boden sei das Wäldchen aber bis auf weiteres tabu.

Die bisherigen Stände dort seien andernorts entlang der Meile untergebracht worden, hieß es bei Kassel Marketing. Am Rande der Fläche bei der Hessenkampfbahn war am Freitagmittag lediglich ein Toilettencontainer aufgestellt.

Rubriklistenbild: © Schachtschneider/Archiv

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