Zissel auf dem Auedamm: Schausteller müssen zusammenrücken

Kassel. Um Meter, Zentimeter und Millimeter ging es Mittwoch beim Zisselaufbau auf dem Auedamm. Da wegen der documenta die Karlswiese in diesem Jahr nicht als Rummelplatz genutzt werden kann, müssen die Fahrgeschäfte auf den Auedamm rücken.

"Die Enge ist schon ein Problem“, sagt Daniel Geibel, der zum zweiten Mal für die Zisselmeile zuständig ist. Die Schausteller müssen zusammenrücken.

Schon bei der Auswahl der Fahrgeschäfte habe man diesmal genau auf die Maße achten müssen. „Dafür, dass es diese Einschränkung gab, haben wir noch schöne Sachen bekommen“, sagt der 40-Jährige. Immerhin konnte er auch aus dem Vollen schöpfen: „Der Zissel in Kassel hat seit einigen Jahren einen guten Namen, wir bekommen Bewerbungen aus ganz Deutschland.“

140 Gastronomie- und Verkaufsstände sowie acht Fahrgeschäfte gibt es auf der knapp zwei Kilometer langen Meile. Viel mehr seien es voriges Jahr auch nicht gewesen, sagt Geibel – aber eben deutlich größere. Das dickste Ding ist dieses Jahr das Breakdance-Karussell, das mit seinen 22 Metern Tiefe auf dem kleinen Platz neben der Orangerie untergekommen ist. „Und dann haben wir da noch den Twister mit 19 Metern reingedrückt“, sagt Geibel, der selbst aus einer Schaustellerfamilie stammt.

Daniel Geibel

Auf dem Auedamm sei man mit den größeren Fahrgeschäften so dicht wie möglich an die Bäume herangerückt, zum Teil ragen sie aber auch ein Stückchen auf die Straße. Gestern war es für die Standbetreiber und Lieferanten teilweise Millimeterarbeit, sich mit ihren Fahrzeugen im Aufbautrubel aneinander vorbeizuschlängeln.

Schon im Vorfeld sei aber natürlich daran gedacht worden, dass auf der Zisselmeile Platz genug für Feuerwehr und Rettungswagen bleibe, betont der Organisator. Überhaupt wird Sicherheit diesmal groß geschrieben. Man habe extra ein neues Konzept entwickelt. Für Unwetter, Massenpanik oder andere Notfälle sei man vorbereitet. Unter anderem wurden die Stände dafür erstmals nummeriert, damit die Einsatzkräfte sich besser orientieren können. Das kann auch für den Publikumsverkehr von Vorteil sein, sagt Daniel Geibel mit einem Augenzwinkern. „Dann können die Besucher sagen, an der Nr. 12 ist die Bedienung nett, und an der 18 schmeckt die Wurst gut.“

Die Zisselmeile hat am Freitag und Samstag von 14 bis 2 Uhr geöffnet, Sonntag 11 bis Mitternacht, und Montag 12 bis 23 Uhr.

Rubriklistenbild: © Koch

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