Trotz Schleusensanierung: Zissel-Wasserfestzug findet auch 2017 statt

Gruppenbild mit Häring Elsa (von links): Die Majestäten Daniela Engel (Prinzessin), Sheila Seyed Mömeni (Königin) und Fullenixe Lilly Martin mit Kassel-Marketing-Chef Andreas Bilo und Zisselpräsidentin Janine Herr. Fotos: Fischer

Kassel. Der Neujahrsempfang des Kasseler Zissel findet stets am Morgen nach dem großen Neujahrsempfang der Stadt statt.

Das hat seit Jahrzehnten Tradition und einen guten Grund: Die Zissel-Gemeinde nutzt auf diese Weise die Infrastruktur des großen städtischen Empfangs am Vorabend im historischen Rathaus - was Kosten spart.

Das war in diesem Jahr nicht anders. So kamen am Sonntag gut 100 Aktivisten des größten Kasseler Volksfestes sowie Vertreter aus Politik und befreundeten Vereinen im Bürgersaal zusammen, um das abgelaufene Jahr Revue passieren zu lassen und einen Ausblick auf das neue zu geben. Das tat Zisselpräsidentin Janine Herr denn auch gekonnt professionell. 

Und um die wichtigste Nachricht gleich vorwegzunehmen: Trotz der Totalsperrung der Kasseler Stadtschleuse infolge umfangreicher Sanierungsarbeiten wird es auch in diesem Jahr einen Wasserfestzug geben – wenn auch in kleinerer Ausführung, wie die Präsidentin eingestand. Denn das Problem ist: Alle Boote, die flussabwärts, also im Unterwasser der Schleuse liegen, gelangen zumindest nicht auf herkömmlichem Weg in den oberen Teil der Fulda. Daher appellierte Herr an alle Unterstützer, trotz der Widrigkeiten möglichst zahlreich am Wasserfestzug teilzunehmen. In diesem Zusammenhang unterstrich Janine Herr die Bedeutung der Schleuse für das Volksfest. „Kassel ohne Schleuse ist wie der Zissel ohne Häring“.

Und eine zweite Änderung gibt es: Wegen der documenta können die Fahrgeschäfte in diesem Jahr nicht auf die Karlswiese. Sie werden aber teilweise in die Zisselmeile integriert, so dass Besucher keinen größeren Erlebnisverzicht üben müssen.

Oberbürgermeister Bertram Hilgen (SPD), der Kraft seines Amtes seit nunmehr zwölf Jahren die Schirmherschaft über den Zissel hat und im Sommer aus dem Amt scheidet, nutzte die Gelegenheit, um der Zissel-Gemeinde ein letztes Mal als Stadtoberhaupt für deren Engagement zu danken.

Der Zissel, der im vergangenen Jahr zum 90. Mal stattfand, sei fest in der Stadtgeschichte verankert und nicht mehr aus Kassel wegzudenken. Am Ende bedankte sich der Oberbürgermeister mit einem doppelten „Fullewasser“, was die Anwesenden mit einem kraftvollen „Hoi, hoi, hoi“ quittierten.

Musikalisch und tänzerisch umrahmt wurde der Empfang von der Kinder- und Jugendgruppe des Tanz-, Show- und Musikzuges des Zissels.

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