Verändertes Konzept: Aufbau der Zisselmeile ist in vollem Gang

+
Baustein fürs Meereskarussell: Adam Burek und Ronald Kieslich (von links) bauten gestern „Müllers lustige Seefahrt“ auf der Karlswiese auf.

Kassel. Wer Kassels großes Wasserfest vorbereitet, darf keine Angst vor nassen Füßen haben. Dienstagnachmittag steht Daniel Geibel im strömenden Regen auf der Karlswiese, neben ihm dreht der Pascha auf dem fliegenden Teppich seine erste Runde.

Ein paar Schritte weiter werden die letzten Handgriffe an den Booten des Kinderkarussells „Müllers lustige Seefahrt“ angelegt.

Eventmanager Geibel, der in der Adventszeit für Kassel Marketing den Weihnachtsmarkt betreut, ist erstmals für die Festmeile des Zissels am Auedamm und auf der Karlswiese zuständig. Seit Montag wird aufgebaut – insgesamt 150 Stände und Fahrgeschäfte werden bis Freitag stehen. Das ist zwar weniger als in den vorigen Jahren, da die Zisselmeile durch die Baustelle am Auebad diesmal kürzer ist als in den Vorjahren. Doch das passt zu Geibels Konzept, der auf Qualität statt Quantität setzt.

Daniel Geibel

„Ein Volksfest, das etwas auf sich hält, sollte jedes Jahr eine neue Attraktion bereithalten“, sagt der 39-jährige Selbstständige, der selbst aus einer Schaustellerfamilie stammt. Dazu zählt unter anderem die 230 Meter lange Wildwasserbahn „Big Splash“ auf der Karlswiese. Oder die wie Seifenblasen anmutenden Wasserbälle, in denen man in einem Bassin über Wasser laufen kann. Das nasse Element wird auch auf dem Festland insgesamt eine größere Rolle spielen, kündigt Geibel an. So werden Piraten und Schiffe auch bei den Fahrgeschäften für Kinder das Bild beherrschen. Die altbewährte Krake fügt sich natürlich auch problemlos in das Motto des Fests ein.

Im Bereich der Orangerie neben dem Riesenrad wird es nostalgisch anmuten, sagt Daniel Geibel. Ein Wellenflieger (Kettenkarussell) mit historischem Charme und rot-weiße Büdchen sollen dazu beitragen.

Auch sonst soll es mehr Vielfalt auf der Meile geben und keinen Ramsch. Auch Anbieter von Mobilfunkverträgen hätten auf einem Heimatfest nichts zu suchen, findet der neue Zisselmeilenmanager. Gutes Wetter sei auch bestellt. „Ich denke, dass wird morgen ankommen“, sagt Geibel und lacht. Mit den Schaustellern ist er sich jedenfalls einig, dass es sich lieber beim Aufbau ausregnen soll, damit dann zum Zissel die Sonne scheint.

Von Katja Rudolph

Schlagworte zu diesem Artikel

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.