Zoll nimmt acht illegale Arbeiter fest

Kassel. Sieben Männer aus der Ukraine und einen Moldawier haben Zöllner des Hauptzollamtes Gießen am vergangenen Mittwoch auf einer Kasseler Baustelle festgenommen.

Gegen alle wurde ein Strafverfahren wegen illegalem Aufenthalt eingeleitet. Sie müssen Deutschland verlassen.

Die Beamten des Hauptzollamtes Gießen entdeckten auf einer Baustelle in Ahnatal zwei ukrainische Bauarbeiter, die keine Aufenthalts- und auch keine Arbeitserlaubnis für Deutschland hatten. Die beiden Männer arbeiteten im Inneren einer ehemaligen Gaststätte, als die Zöllner die Baustelle inspizierten. Die Männer hatten zwar ein Visum, das aber nur für Polen galt.

Sie gaben an, selbstständige Trockenbauunternehmer zu sein. „Wir gehen davon aus, dass die Arbeiter nur zum Schein selbstständig sind“, sagte Michael Bender, Pressesprecher des Hauptzollamtes Gießen. Sie wurden wegen des Verdachts der illegalen Einreise und des illegalen Aufenthaltes vorläufig festgenommen. Es stellte sich heraus, dass Kollegen der beiden auf der Baustelle des Diakonie-Krankenhauses in Kassel arbeiteten - auch diese Männer, zwei Ukrainer, nahmen die Zöllner fest.

Bei ihnen fanden die Beamten Pässe von drei anderen Ukrainern und eines Moldawiers. Um ihre Pässe zurückzubekommen, folgten die Männer der Vorladung des Zolls. Gegen alle Schwarzarbeiter wurde ein Strafverfahren wegen illegalem Aufenthalt eingeleitet. Sie müssen Deutschland verlassen und haben eine Einreisesperre. (mho)

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.