Zufrieden im neuen Zuhause

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Wie im heimischen Wohnzimmer: Rosemarie Anselm (von links), Ottilie Heinrich und Helga Hofmeister machen es sich in ihrer Sitznische im Seniorenzentrum Unterneustadt beim Lesen und Stricken gemütlich.

Sektempfang, festliche Reden, Musikuntermalung und kaltes Büfett: Am 11. Dezember wurde das Seniorenzentrum Unterneustadt offiziell eröffnet. Betrieben wird es von der Sozialgruppe Kassel e.V.

 Rund 150 Menschen aus dem Kreis der Bewohner, der Pflege und der Verwaltung feierten gemeinsam: Fast alle Plätze im Gemeinschaftssaal des neu gebauten Zentrums waren besetzt. Gespannt lauschten die Menschen den Reden und den Musikeinlagen des Duos Sonja Tesic und Frank Sommerfeld.

Schon im Juli waren die Bewohner vom historischen Renthof an den Unterneustädter Kirchplatz umgezogen. Die Resonanz der überwiegend an Demenz erkrankten älteren Menschen, die hier gepflegt und betreut werden, ist durchweg positiv.

Offenheit ist das Motto

Wichtig war den Planern die Einbindung des Seniorenzentrums und seiner Bewohner in den Stadtteil und die Öffnung des Gebäudes nach außen. Im Jahr 2009 wurde bewusst ein Standort in der Innenstadt gesucht. Dr. Jürgen Barthel, Sozialdezernent und Stadtkämmerer, betitelte die Residenz in seiner Festrede als „Abschluss der Unterneustadt“. Er betonte, der Stadtteil sei nun wirklich zu einem Stadtteil geworden.

Realisiert wurde das Gebäude durch die Firma ARP Architektenpartnerschaft Stuttgart.

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In dem voll belegten Seniorenzentrum leben achtzig Menschen. Sie sind in acht Wohngruppen zu je zehn Menschen zusammengefasst. Jeder Bewohner hat sein eigenes Zimmer, jede Gruppe einen gemeinsamen Küchen- und Wohnbereich.

Stolz verweist die Vorsitzende des Verwaltungsrates, Ilona Caroli, darauf, dass der Kostenrahmen von 9,5 Millionen Euro eingehalten werden konnte. Sie bedankte sich in ihrer Begrüßung besonders bei dem Vorsitzenden des Vorstandes Sozialgruppe Kassel e.V. Gerald Reißmann, dem „Spiritus Rector“ (lenkender Geist) des gesamten Unternehmens.

Teilhabe am Leben

In bewusster Abwendung vom Konzept „Krankenhaus“, wie Dr. Jürgen Barthel betonte, haben die Planer daran gearbeitet, das Gebäude äußerst engagiert zu gestalten: Alle Etagen haben ein unterschiedliches Farbkonzept. Die Wohngruppen und Gemeinschaftsräume sind verschieden eingerichtet. Eine Bäckerei mit kleinem Café und eine Kinderkrippe der Waisenhaus-Stiftung sind ebenfalls in dem Neubau untergebracht. Im Obergeschoss des fünfstöckigen Hauses gibt es sogar eine Kneipe und eine großzügige Dachterrasse. Diese nannte Einrichtungsleiterin Martina Dittel liebevoll „unsere Flaniermeile“. Der Blick, den man von hier hat, reicht über die Unterneustadt und die Innenstadt bis zum Herkules. Die Terrasse ist so angelegt, dass die Menschen mit ihrem Pflegebett ins Freie gefahren werden können, wie die Heimbeiratsvorsitzende Patricia Fiand hervorhob. (Sibylle Kröger)

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