Am Frasenweg soll Kinder- und Jugendwohngruppe mit neun Plätzen entstehen

Kirchditmold. Kinder- und Jugendwohngruppe Drei Brücken - so heißt die neue Einrichtung, die am Frasenweg 2 im Frühjahr 2014 eröffnet werden soll. Es handelt sich um ein Angebot der stationären Jugendhilfe für neun Kinder und Jugendliche im Alter zwischen sechs und zwölf Jahren.

Rainer Kluge, Geschäftsbereichsleiter der St. Elisabeth Innovative Sozialarbeit gGmbH, Mechthild Meyer-Kluge vom Diakonischen Werk Kassel und Ina Jungermann, künftige Gruppenleiterin der Einrichtung am Frasenweg, stellten jetzt dem Ortsbeirat Kirchditmold während dessen jüngster Sitzung das Projekt vor.

Fünf Sozialpädagogen und Erzieher im Schichtdienst werden rund um die Uhr die Kinder betreuen. Sie kommen aus Familien, hieß es, mit vielfältigen Problemlagen wie Alkoholismus, exzessivem Medienkonsum, Gewalt, Schulverweigerung, Verwahrlosung, ADHS. Diese Kinder können nicht mehr dauerhaft oder vorübergehend zu Hause leben.

In der Wohngruppe in dem Haus am Frasenweg, das die Deutsche Annington derzeit für rund 200 000 Euro saniert, wie es hieß, sollen sie zur Ruhe kommen, verlässliche Bezugspersonen finden, eine feste Tagesstruktur mit verbindlichem Schulbesuch und Freizeitangeboten finden, aber auch verbindliche Regelungen im sozialen Umgang sowie Konflikte gewaltfrei lösen lernen und Verantwortung für sich und andere übernehmen.

Nachmittags sollen die Jugendliche im angrenzenden Garten arbeiten, sich mit kleiner Landwirtschaft vertraut machen, eine nachhaltige Lebensweise und gesunde Ernährung kennen lernen.

Herzstück des pädagogischen Konzepts soll die Kooperation mit dem Lernhof Natur und Geschichte (LeNa) sein. Hier sollen die Kinder und Jugendlichen durch die sogenannte tiergestützte Pädagogik gefördert werden. Im Umgang mit den Tieren und ökologischen Angeboten sollen die Wohngruppenmitglieder lernen, dauerhaft Verantwortung zu übernehmen, Emotionen und Toleranz zu entwickeln und langfristige Beziehungen aufzubauen.

Man sei am Einvernehmen mit der Nachbarschaft interessiert, hieß es. Die Anwohner und die Ortsbeiräte bekämen Gelegenheit, die Wohngruppe und das pädagogische Konzept kennen zu lernen, sagte Kluge zu.

In Kirchditmold zeigte man sich aufgeschlossen und will das Projekt auch unterstützen. Fotos: Oschmann

Infos zum Wohnprojekt Tel. 0 56 21/75 25 60.

Von Sabine Oschmann

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