Fulda nur „sonstige Wasserstraße“

Zukunft der Kasseler Schleuse weiter ungewiss

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Kassel. Die Fulda wird ebenso wie die Oberweser im Netz der Bundeswasserstraßen zu einer „sonstigen Wasserstraße“ herabgestuft. Das hat das Bundesverkehrsministerium am Mittwoch entschieden.

Das bedeutet, dass der Bund Oberweser und Fulda nicht weiter ausbauen will. Die Flüsse sollen aber „im Bestand“ erhalten bleiben, heißt es im Konzept von Minister Peter Ramsauer (CSU). Eine Bestandserhaltung könnte bedeuten, dass die Kasseler Schleuse erhalten werden muss. Sicher ist das aber nicht. Fachleute fürchten, dass der Bund nun kein Geld mehr für Fulda und Kasseler Schleuse bereitstellen wird. Ramsauer hatte gestern in Berlin seine Reform der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung vorgestellt. Danach werden die einzelnen Schifffahrtsdirektionen zugunsten einer Zentralverwaltung in Bonn bis 2020 zerschlagen.

Kampf für Kasseler Schleuse: Demo auf der Fulda

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Leidtragender ist auch das Wasser- und Schifffahrtsamt in Hann. Münden mit seinen heute 190 Mitarbeitern. Münden verliert (wie berichtet) Zuständigkeiten an Minden, Braunschweig und Bonn. Entlassen soll niemand werden, allerdings müssten Mitarbeiter mit Versetzungen rechnen. Jan Hörmann, Sprecher des Zweckverbandes Kasseler Sportschifffahrt (ZKS) mit über 20 Vereinen und Verbänden, sagt: „Unser Kampf für den Erhalt der Kasseler Schleuse geht weiter.“ (tho/kri)

Archiv-Video: Die Kasseler Schleuse

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