Zukunft der Kreiswehrersatzämter: Entscheidung im Oktober?

Wiesbaden/Kassel. Die Zukunft der fünf Kreiswehrersatzämter in Hessen, darunter das in Kassel, ist weiter ungewiss. Über die Umstrukturierung werde im Oktober entschieden.

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Das erfuhr die Nachrichtenagentur dpa bei der zuständigen Wehrbereichsverwaltung West in Düsseldorf.

Mit dem Aussetzen der Wehrpflicht haben die Kreiswehrersatzämter einen Großteil ihrer Aufgaben verloren. „Wir befinden uns mitten in der Umstrukturierung“, sagte eine Sprecherin. Noch sei unklar, wie viele und welche Standorte erhalten bleiben. Klar sei nur: „Die Kreiswehrersatzämter werden aufgelöst.“ An ihre Stelle werde eine „neue Nachwuchsorganisation“ treten, die eher den Charakter eines Berufsberatungszentrums habe.

In Hessen gibt es fünf Kreiswehrersatzämter - in Kassel, Wetzlar, Gelnhausen, Wiesbaden und Darmstadt. Dort arbeiten nach Angaben der Bundeswehr rund 300 Menschen. Sie unterstehen der Bundeswehrverwaltung und sind Arbeitnehmer oder Beamte.

„Auch nach Aussetzen der Wehrpflicht werden hier junge Männer und nun auch Frauen für den Freiwilligen Wehrdienst gesundheitlich und psychologisch untersucht“, sagte die Sprecherin. Weitere Aufgaben seien die Einplanung von Reservisten und zivilberufliche Förderung von Zeitsoldaten. „Sicherlich sind damit nicht alle Mitarbeiter der Kreiswehrersatzämter ausgelastet und müssen mit Versetzungen und Abordnungen rechnen.“

Früher mussten sich alle jungen Männer im wehrfähigen Alter untersuchen lassen, heute nur noch die, die freiwillig kommen - inzwischen auch Frauen. Verteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) hatte im Mai eine „Neustrukturierung der Nachwuchsgewinnung“ bis Jahresbeginn 2012 angekündigt. Ziel sei „eine Personalgewinnung aus einer Hand“ und umfassende Weiterbildungsmaßnahmen für die Mitarbeiter. (dpa)

Rubriklistenbild: © dpa

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